Kirchehrenbach
Kirchehrenbach.infranken.de  Das Interesse an den Treffen der Pfarrgemeinde ist nach wie vor groß.

Die Erfolgsgeschichte Kirchencafé

Ein Stück lebendige Pfarrgemeinde mit Wirkung darüber hinaus in die Gemeinde verkörpert das Kirchencafe` in Kirchehrenbach, das jetzt nach der Sommerpause b...
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Das monatliche Kirchencafé in Kirchehrenbach lockt auch im elften Jahr regelmäßig zahlreiche Gäste ins Pfarrheim.  Fotos: Waldemar Hofmann
Das monatliche Kirchencafé in Kirchehrenbach lockt auch im elften Jahr regelmäßig zahlreiche Gäste ins Pfarrheim. Fotos: Waldemar Hofmann
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Ein Stück lebendige Pfarrgemeinde mit Wirkung darüber hinaus in die Gemeinde verkörpert das Kirchencafe` in Kirchehrenbach, das jetzt nach der Sommerpause bereits ins elfte Jahr seit seiner Gründung geht. Mit durchschnittlich um die 50 Teilnehmer hat dieses monatliche Treffen im Anschluss an den Mittwoch-Frühgottesdienst nichts von seiner Anziehungskraft und Attraktivität verloren. In netter Runde, bei einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, gibt es Informationen zu aktuellen Themen, werden Gedanken ausgetauscht oder Denkanstöße durch besinnliche Texte gegeben.
Gemeinderätin Ulrike Götz, die Leiterin des Kirchencafés, konnte vor vollem Haus im Pfarrheim die Mitteilung machen, dass aus dem Erlös der vergangenen Saison wiederum 1000 Euro an die Missionsarbeit der Benediktiner von Münsterschwarzach zur Unterstützung der Augenklinik in Tororo Uganda überwiesen wurden. Sie verlas einen Dankesbrief von Pater Heckel, einem Schulkollegen von Ortspfarrer Oliver Schütz, der von manchmal scheinbar unentwirrbaren Problemen sprach, die alleine nicht gelöst werden könnten.
Dass auch weiterhin die Unterstützung nicht abreißt, dafür sorgen u. a. auch die selbstgestrickten Wollsocken von Waltraud Pokorny, die gerade in der etwas kühleren Jahreszeit gerne gekauft werden. Barbara Postler überraschte diesmal mit selbst gebackenen "Feuerspatze" frisch aus der Pfanne.
Im Mittelpunkt der Informationen stand die Vorstellung der SOS-Notfallboxen durch Ulrike Götz. Bei dieser Box, die vom Landkreis vorgestellt worden war, geht es darum, schnelle und effektive Hilfe leisten zu können, wenn Menschen zuhause etwas passiert.
Wer habe schon daheim z.B. einen Medikamentenplan zur Hand?, fragte Götz, denn nach verschriebenen Medikamenten wie Blutverdünnern etc. werde zuerst gefragt. Die neue SOS-Box enthält demnach zwei Aufkleber, jeweils einen für Haus- bzw. Wohnungstüre und den zweiten für die Kühlschranktür, mit der Angabe, wo die Box ihren Platz hat. In der Box ist ein Notfall-Infoblatt, auf dem für den Ersthelfer alle Daten festgehalten sind, die für den Betroffenen relevant sind.
Dies reicht von persönlichen Angaben bis zu den nächsten Ansprechpartnern, Medikamenten und prothetischen Ersatzteilen bis hin zum Hinweis auf den Ort, wo die Notfallmappe hinterlegt ist. Diese Notfallmappe, die ebenfalls vom Landkreis und der Gesundheitsregion entwickelt worden war, so Götz, gebe es vorerst für alle chronisch Kranken z.B. bei der Entlassung aus dem Krankenhaus in Form eine Sammelmappe. Auch diese Mappe enthält eine Reihe von wichtigen persönlichen, als auch organisatorischen Informationen, sei es in Haushalt oder Familie.
Sollte jemand Fragen und Probleme beim Ausfüllen der Notfallmappe haben, steht Götz jederzeit zur Verfügung. Der Preis für die SOS-Notfalldose beträgt zwei Euro. Apotheker Florian Sarawara von der Kirchehrenbacher Marienapotheke habe zugesagt, dass die ersten 100 Notfallboxen kostenlos bei ihm zu haben seien. Vielleicht fänden sich ja noch weitere Spender.
Da die Notfallmappen gegenwärtig noch nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, machte Ulrike Götz für Kirchehrenbach das Angebot, diese selbst zu erstellen und - falls jemand dies möchte - beim Ausfüllen auch behilflich zu sein. Bei den vorwiegend älteren Kirchencafé-Teilnehmern stieß die Aktion SOS-Box, wie die Diskussion zeigte, auf reges Interesse. Waldemar Hofmann


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