Kronach
Tarifeinigung

Die Entlastung bleibt eine "Großbaustelle"

"7,4 Prozent Entgeltsteigerung innerhalb von 24 Monaten und eine Erhöhung der Auszubildendenvergütung von insgesamt 125 Euro lässt sich sehen", erklärte Robert Hinke, Verhandlungsführer der Gewerkscha...
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"7,4 Prozent Entgeltsteigerung innerhalb von 24 Monaten und eine Erhöhung der Auszubildendenvergütung von insgesamt 125 Euro lässt sich sehen", erklärte Robert Hinke, Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi nach der Tarifeinigung für die Beschäftigten der Helios-Frankenwaldklinik Kronach.

"Beim Thema Entlastung hat sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt. Die Arbeitsbedingungen bleiben eine Großbaustelle in der Frankenwaldklinik", so Hinke weiter. Die Frankenwaldklinik werde sich diesem "Thema stellen müssen, will sie am Arbeitsmarkt bestehen", ergänzte Manfred Burdich, Betriebsratsvorsitzender der Klinik.

Die Tarifeinigung sieht eine Vergütungserhöhung in drei Schritten um 7,4 Prozent vor: 1,9 Prozent rückwirkend zum 1.10.2018, 3,25 Prozent ab dem 1.7.2019 und 2,25 Prozent ab dem 1.4.2020. Da ein vergleichbares Ergebnis im öffentlichen Dienst (TVöD) erreicht wurde, aber für die Frankenwaldklinik in einer um sechs Monaten kürzeren Laufzeit, habe man einen besseren Abschluss erzielt. "Auch hinsichtlich der Auszubildenden habe wir mit einer Tariferhöhung in zwei Etappen von 75 Euro und 50 Euro ein wirklich gutes Ergebnis erzielt", so Sophia Oechsner, Jugend- und Auszubildendenvertreterin am Klinikum.

Als großes Plus wurde von den Gewerkschaftern betont, dass man für die Hebammen und die Bereiche Labor, Radiologie und OTA (Operationstechnische Assistenz) tarifliche Zulagen von 125 bzw. 250 Euro erstreiten konnte. Damit wird auf die bestehende Einkommenskluft gegenüber dem TVöD reagiert. Über eine paritätische Arbeitsgruppe zwischen den Tarifparteien wird man sich ab dem zweiten Quartal der Modernisierung der Eingruppierung noch intensiver widmen.

"Zu Ärgernis führt", erklärte Manfred Burdich, "dass die Arbeitgeberseite das Thema Entlastung nicht hinreichend ernst nimmt. Insbesondere die gesetzlich geförderte Personalaufstockung wird offenbar als Instrument der Finanzierung von Stellen und nicht als Instrument der Entlastung des Personals wahrgenommen." Gewerkschafter Hinke: "Wir werden hier einen langen Atem haben müssen, um Verbesserungen durchzusetzen." red

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