Lichtenfels

Die Energiewende ist in Oberfranken schon voll im Gang

von unserem Mitarbeiter Alfred Thieret Kreis Lichtenfels — "Die Lichtenfelser Sonnentage sind den Kinderschuhen längst entwachsen, sie werden volljährig und haben sich als regional...
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Das Mädchen macht es sich in diesem elektrischen Quad bequem.
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von unserem Mitarbeiter Alfred Thieret

Kreis Lichtenfels — "Die Lichtenfelser Sonnentage sind den Kinderschuhen längst entwachsen, sie werden volljährig und haben sich als regionaler Beitrag zum Klimaschutz längst etabliert" unterstrich Landrat Christian Meißner bei der Eröffnung der 18. Lichtenfelser Sonnentage.
Erwachsen zu sein, heiße aber nicht, aufhören zu wachsen. Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien gebe es immer wieder neue Entwicklungen, und die Bereiche Energieeinsparung und Energieeffizienz dürfe man nicht außer Acht lassen.
Mit dieser Veranstaltung wolle man Bürger zu Aktionen im Sinne des Klimaschutzes motivieren. Dies geschehe am besten dadurch, wenn man selbst mit gutem Beispiel vorangeht.

Der Landrat verwies im Hinblick auf das Engagement des Landkreises auf das Klimaschutzkonzept als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für Klimaschutzanstrengungen.
Er erinnerte an das Green Hospital als Leuchtturmprojekt, die energietische Sanierung der Realschule Burgkunstadt, die Photovoltaikanlagen auf dem Kreisbauhof und auf Schulgebäuden und an das Biomasseheizkraftwerk Lichtenfels, das das Landratsamt und weitere Gebäude mit Wärme versorgt.
Ein erfolgreiches Veranstaltungsformat erkenne man daran, dass diese Veranstaltung regelmäßig eine Neuauflage erfahre und dies sei bei den Sonnentagen der Fall, lobte Wilhelm Wasikowski, Vizepräsident der IHK für Oberfranken und Vorsitzender des IHK-Gremiums Lichtenfels. Eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre sei die Energiewende.

 


Energiewende light
Während es im Süden Bayerns eine Energiewende light gebe, sei Oberfranken eine Energieregion. Würden beispielsweise in Oberfranken 134 Windräder Strom erzeugen, so stünden in Niederbayern lediglich 14 und im großen Oberbayern 40. Oberfranken sei aber auch eine Industrieregion mit teilweise sehr energieintensiven Branchen, die auf bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung angewiesen sind.
Die Eröffnungsfeier wurde im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus der Politik und den Schulen von dem Saxophonquartett Quadrosax umrahmt.
Bis zum späten Nachmittag informierten sich die Besucher bei den 40 Ausstellern über die neuesten Entwicklungen im Bereich zukunftsträchtiger Technologien.

 

Der Schwerpunkt lag diesmal aber auf dem Bereich der Elektromobilität, dem gerade im Zusammenhang mit der Klimaveränderung ein wachsender Markt vorausgesagt wird.
Nicht nur mehrere Autofirmen präsentierten ihre neuesten Elektroautos, sondern auch einige Privatbesitzer zeigten ihre Autos und berichteten über ihre Erfahrungen. So zeigte sich Peter Lachner mit seinem Peugeot iOn sehr zufrieden, mit dem er seit eineinhalb Jahren zu seiner Arbeitsstelle nach Burgkunstadt fährt. "Über Nacht lade ich dann die Batterien mit meinem selbst erzeugten Strom von der Photovoltaikanlage auf", erläuterte der Pastoralreferent.

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