Ebern
Wahlkampf

Die Eberner CSU will Ortszentren aufwerten

Die CSU will Eberns Marktplatz und die Dorfkerne neu beleben. Ebern soll an Attraktivität gewinnen. Dafür möchte Sebastian Ott, der CSU-Bürgermeisterkandidat, mit seiner Liste die Altstadt rund um den...
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Die CSU will Eberns Marktplatz und die Dorfkerne neu beleben. Ebern soll an Attraktivität gewinnen. Dafür möchte Sebastian Ott, der CSU-Bürgermeisterkandidat, mit seiner Liste die Altstadt rund um den Marktplatz sanieren und das Stadtzentrum wie auch die Ortskerne der Stadtteile neu beleben.

Mit einem Besuch bei Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst holten sie sich weitere Anregungen und Ideen, wie der Ortsverband Ebern mitteilte.

Sebastian Ott lebt nach eigenen Angaben gerne mit seiner Familie in Ebern. Das ist seine Heimat, dort sind seine Freunde und dort sieht er seine Zukunft. Und er möchte gestalten und etwas bewegen.

So wie das etwa die Bürger tun, die in den Gemeinden und Städten der Hofheimer Allianz leben. Sieben Gemeinden mit 53 Orten haben sich dort schon 2008 zusammengetan, um einer weiteren Verödung der Dorfkerne entgegenzuwirken. Die Idee: möglichst keine Neubaugebiete mehr am Ortsrand auszuweisen, sondern stattdessen leer stehende Immobilien im Ortskern neu zu beleben durch Vermittlung zwischen Eigentümern und Kaufinteressenten und Förderung von Sanierungsmaßnahmen. "Mit Erfolg", wie Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst sagte. Wie dieser aussieht und wie man diesen auf das Eberner Stadtgebiet übertragen könnte, hat sich Sebastian Ott mit seiner Liste in Hofheim angesehen. Organisiert hatte diesen Termin Frank Ziegler.

Investitionen

Seit 2008 hat die Allianz knapp zwei Millionen Euro in rund 300 Häuser investiert. Alles bestehende und leer stehende Häuser in den sogenannten Altorten.

Nur dafür gebe es kommunales Fördergeld, sagte Wolfgang Borst. Dafür führte die Allianz ein professionelles Leerstandsmanagement ein und erhob, wo aktuell Gebäude leer stehen und wo das künftig drohen könnte. Man erhob auch die Zahl der freien Bauplätze. Daran schloss sich eine Vermarktung der Leerstände und der Baulücken an. Und auch Kosten übernehmen die Gemeinden: Interessenten erhalten Beratungsgutscheine etwa für die Bewertung des Gebäudebestands, für Tipps und Hinweise zum Umbau und für die Beurteilung des energetischen Zustands. Ott findet ein solches Konzept zur Erhaltung der Ortskerne "super. Der Leerstandsdruck ist mit Ebern nicht ganz zu vergleichen", sagt Sebastian Ott, dennoch möchte er vorbauen, damit es erst gar nicht so weit kommt.

Das Eberner Konzept müsse etwa die Siedlungsgebiete umfassen, die aktuell in der Hofheimer Allianz nicht gefördert werden. "Nach meiner Einschätzung bekommen wir dort am ehesten Probleme. Es wird aber im Fall Ebern nicht ohne neue Bauplatzerschließungen gehen, denn die Menschen sollten immer die Wahl haben, wo sie leben möchten. Hier nur auf Baulücken und Verkaufsappelle zu setzen, ist nicht ausreichend", findet der Kandidat. Aber: "Die Sanierung und Neugestaltung des Marktplatzes in Ebern ist unumgänglich, wenn wir unser Zentrum neu beleben wollen." ft

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