Thurnau

Die Dekanin setzt auf Teamarbeit

Kirche  Martina Beck tritt in Thurnau die Nachfolge von Hans Hager an. Die 53-Jährige, die aus Betzenstein kommt, legt großen Wert auf die seelsorgerische Arbeit. Die sportliche Pfarrerin wird am kommenden Sonntag in ihr Amt eingeführt.
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Die neue Dekanin Martina Beck bezieht ihr Büro im Thurnauer Dekanatsgebäude. Foto: Alexander Hartmann
Die neue Dekanin Martina Beck bezieht ihr Büro im Thurnauer Dekanatsgebäude. Foto: Alexander Hartmann
von unserem Redaktionsmitglied 
Alexander Hartmann

Thurnau — Die Umzugskartons im Pfarrhaus in der Brendelstraße sind ausgepackt - jetzt macht sich Martina Beck mit ihren neuen Diensträumen vertraut. "Ich bin hier herzlich aufgenommen worden", sagt die neue Thurnauer Pfarrerin und Dekanin, die in in diesen Tagen ihr Büro im Dekanatsgebäude in der Hutschdorfer Straße bezieht. Martina Beck tritt die Nachfolge von Hans Hager an und wird am Sonntag in einem feierlichen Gottesdienst in der Laurentiuskirche in ihr Amt eingeführt.

Auf dem Radweg

Der eine oder andere Thurnauer wird die 53-Jährige, die in Ludwigsstadt geboren wurde, schon gesehen haben. Im Ort oder auch auf dem Radweg Richtung Kasendorf, den die sportbegeisterte Dekanin zur winterlichen Laufstrecke auserkoren hat. "Ich gehe gerne joggen", sagt Martina Beck, die nicht nur die Laufschuhe anzieht, sondern auch auf's Rad steigt. "Ich brauche die Bewegung, genieße beim Sport den Erholungseffekt."
Die 53-Jährige ist mit ihrem Mann und dem 18-jährigen Sohn, der in Bamberg Politikwissenschaften studiert, von Betzenstein nach Thurnau gezogen. In Betzenstein war sie 18 Jahre Pfarrerin und als Seniorin (Vertrauensfrau) des Pfarrkapitels auch stellvertretende Dekanin des Dekanats Pegnitz.
Auf die Stelle in Thurnau hat sie sich beworben. "Mich hat die Ausschreibung im Amtsblatt angesprochen, weil hier ein großer Wert auf die seelsorgerische Arbeit gelegt wird." Seelsorgerische Arbeit, die ihr auch während ihrer Tätigkeit in Betzenstein am Herzen lag.

Ein soziales Projekt

"Miteinander füreinander" heißt dort ein Projekt, das von der Kommune und der Kirche gemeinsam auf den Weg gebracht wurde. "Es ist ein Angebot für ältere Menschen, damit diese möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung wohnen können", so die 53-Jährige.
Den Senioren wurde bei häuslichen Arbeiten geholfen, sie wurden aber auch von Bezugspersonen der Kirchengemeinde begleitet und etwa zu Veranstaltungen gebracht, sagt Martina Beck, die von der tollen Aktion schwärmt.
Ob das auch für Thurnau was wäre? Die neue Dekanin weiß es nicht und will mit Vorschlägen auch nicht vorpreschen. Martina Beck sieht sich als Teamplayer, will mit den kirchlichen Gremien und der Gemeinde Ideen gemeinsam entwickeln und umsetzen. Als Pfarrerin steht sie in Thurnau einer 1331 Gemeindeglieder großen Pfarrei vor. Zum Dekanat Thurnau gehören 13 Kirchengemeinden mit rund 8900 Gemeindegliedern.

Eine spannende Zeit

"Ich freue mich auf eine spannende Zeit", sagt die neue Dekanin, die nun erst einmal den kommenden Sonntag im Blick hat. Um 14 Uhr beginnt da der Gottesdienst in der Laurentiuskirche, in dem sie von Regionalbischöfin Dorothea Greiner in ihr Amt eingeführt wird.
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