Laden...
Reichenbach

Die Bürger werden nicht belastet

Für die Herstellung der Glasfaseranschlüsse wird den Reichenbachern nichts berechnet, beschloss der Gemeinderat.
Artikel drucken Artikel einbetten

Veronika Schadeck Reichenbach —  Für die Bewohner von Reichenbach werden die Kosten für die Herstellung eines Glasfaseranschlusses an ihren Häusern nicht berechnet. Das beschloss der Gemeinderat am Mittwochabend mit 5:8 Stimmen.

Wie Bürgermeisterin Karin Ritter (SPD) erläuterte, habe die Gemeinde bisher rund 22 000 Euro für Glasfaseranschlüsse investiert. Im Zuge der Sanierungen der Garten-, Frankenwald- und Fichtenstraße seien die Voraussetzungen wie beispielsweise die Verlegung von Lehrrohren und "Speed-Pipe-Kabeln" mit geschaffen worden. Kabel seien bis an die Privatgrundstücke verlegt worden. Ein Teil der Rennsteigstraße sei auch in Angriff genommen worden, die weiteren Straßen werden folgen. "Wir werden nach und nach ganz Reichenbach erschließen."

Gemeinde hat Rücklagen

Zwischen 25 000 und 30 000 Euro an Kosten fallen für die Kommune an, wenn diese die Hausanschlüsse beziehungsweise die Materialkosten mit finanziere. Karin Ritter sprach von Rücklagen der Gemeinde. "Wir sollten davon auch die Bürger profitieren lassen!" Außerdem, so die Bürgermeisterin, habe die Telekom signalisiert, dass sie durchaus bereit sei, das Netz zu betreiben. Dies würde für die Kommune mit Einnahmen, sei es in Form einer Pacht oder eines Kaufes, verbunden sein.

"Es ist eine akzeptable Lösung", meinte Siegfried Stubrach (BLR). Anders sah es Rudi Neubauer (CSU). Nicht alle Straßen in Reichenbach werden so billig wie die Garten- und Fichtenstraße saniert werden können. Er sprach sich dafür aus, zumindest einen Betrag in Höhe von 100 und 150 Euro den Bürgern in Rechnung zu stellen, falls diese einen Hausanschluss mit Glasfaser wünschen.

Unter Punkt "Sonstiges" gab Karin Ritter einen Beschluss aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Demnach wurde der Abbruch der Maschinenhalle in der Rennsteigstraße 16 an die Firma Fickenscher/Sparneck zum Preis von 5340 Euro vergeben.

Peter Dressel (BLR) kündigte an, seinen Job als Beauftragter für den Defibrillator zurückzugeben. Dieser wurde von der Gemeinde gekauft und am Feuerwehrhaus angebracht. Dressel übte Kritik dahingehend, dass keine notwendigen Bestellungen aufgegeben wurden, um eine dauerhafte Funktion des "Defi" zu gewährleisten.

Karin Ritter wies darauf hin, dass er als Beauftragter diese Aufgabe innehabe. Man kam überein, diesbezüglich nochmal ein Gespräch zu führen.

Weiter wies Kerstin Seitz (SPD) darauf hin, dass das Vereinsheim der Skilanglaufgesellschaft laut Satzung nicht für parteipolitische Versammlungen genutzt werden dürfe. Die Wählervereinigung "Bürgerliste für Reichenbach" solle daher andere Räumlichkeiten für ihre Wahlveranstaltungen suchen.

Förderung wird zunächst geklärt

Der erste Punkt der Gemeinderatssitzung "Sanierung der Schule" wurde vertagt. Bürgermeisterin Karin Ritter (SPD) verwies auf ein Gespräch mit der Regierung von Oberfranken, dass wenige Tage nach Fasching stattfinden soll. Bei diesem Termin sollen Details besprochen werden, mit welchen Förderungen die Gemeinde Reichenbach beim Projekt "Schule" rechnen könne. Es gehe dabei auch um förderfähige Maßnahmen und aus welchen Fördertöpfen man Unterstützung erhalte. Es sei angebrachter, erst dann detailliert über das Projekt zu diskutieren, wenn diese Fragen geklärt seien.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren