Adelsdorf

Die Brücke wird radlerfreundlich

Bei Nainsdorf soll man bald über die Aischbrücke radeln können, ohne absteigen zu müssen. Für das Fahrvergnügen fehlen, was die Sicherheitsauflagen betrifft, rund 30 Zentimeter an Geländer.
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Gert de Groot, Adelsdorfer Radwegenetz-Beauftrager, ist froh, dass man bald ohne absteigen zu müssen über die Nainsdorfer Brücke kommt. Das Geländer muss noch rund 30 Zentimeter höher werden, dann darf die Gemeinde den Weg im Hinblick auf geltende Sicherheitsbestimmungen frei geben.  Fotos: Christian Bauriedel
Gert de Groot, Adelsdorfer Radwegenetz-Beauftrager, ist froh, dass man bald ohne absteigen zu müssen über die Nainsdorfer Brücke kommt. Das Geländer muss noch rund 30 Zentimeter höher werden, dann darf die Gemeinde den Weg im Hinblick auf geltende Sicherheitsbestimmungen frei geben. Fotos: Christian Bauriedel
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Mit einer ordentlichen Portion Elan berichtete der Adelsdorfer Radwegenetz-Beauftragte Gert de Groot bei der Sitzung des Ausschusses Vereine, Kultur, Soziales und Bildung (VKSB) am Mittwochabend im Adelsdorfer Rathaus über das bisher Erreichte.

So habe er es geschafft, dass die Erhöhung des Geländes bei der Nainsdorfer Brücke demnächst in Angriff genommen wird, was den Radlern das Radeln in diesem Bereich deutlich erleichtern werde. Die Kosten von 15 000 Euro übernehme zur Hälfte der Naherholungsverein.

Im Verkehrsministerium gewesen

Die Menschen für das Radfahren zu begeistern, ist de Groot ein Bedürfnis. "Es gibt so tolle Routen", sagte er, "doch niemand kennt sie. Ich will versuchen, die Leute aufs Rad zu bringen." Unterschiedliche Geoportale machten es dem Radler nicht leicht.

Um immer die richtigen Daten zu haben, müssten die Portale in einem Geoserver gebündelt werden. Aus diesem Grund war de Groot im Verkehrsministerium München zu Gast, um den niederländischen Geoserver vorzustellen, was dort so großen Anklang fand, dass nach diesem Vorbild auch in Bayern eine entsprechende Sammelstelle geschaffen werden soll.

Sarah Guttenberger stellte die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) vor. Im Jahr 2012 gegründet, habe es sich diese zur Aufgabe gemacht, Gemeinden durch die Schaffung und Überprüfung von Infrastrukturen und Service sowie Unterstützung bei Kommunikation und Information fahrradfreundlicher zu machen. "Routen müssen bekanntgemacht werden", sagte sie. Doch man bekomme die Mitgliedschaft nicht einfach auf dem Silbertablett serviert, gelte es doch erst ein paar Kriterien zu erfüllen. "Ich finde, das ist eine gute Geschichte", erklärte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW). "Ich finde, wir sollten den Schritt gehen." Einstimmig wurde dann auch beschlossen, dass Adelsdorf Mitglied bei der AGFK wird. Der jährliche Beitrag beläuft sich auf 1000 Euro, doch dafür bietet die AGFK auch ein hohes Maß an Unterstützung und Begleitung bei dem Projekt.

Aus dem Bauausschuss

Weiter berieten die Gemeinderäte über Bauanträge. Der Antrag von Frank Niebler für den geplanten Scheunenumbau in der Hauptstraße in Neuhaus wurde bei der Bauausschusssitzung am Mittwochabend gebilligt.

Entstehen sollen im Bereich der Scheune und des Wohnhauses auf insgesamt 1200 Quadratmetern ein Frühstücksraum, ein Empfang, ein Lager, eine Küche, WCs, ein Abstellraum und ein Zimmer sowie 13 weitere Zimmer im ersten Stock und nochmals zwei Zimmer im zweiten Stock.

Auch zehn Parkplätze sind vorgesehen. Im Zuge des Umbaus sollen die Dachstühle der Scheune und des Wohnhauses erneuert werden.

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