Coburg

Die Bocks feiern mit ihrem Exnachbarn

Als OB Tessmer anlässlich der eisernen Hochzeit Hans und Helga Bock gratulierte, gab es bei guter Laune viel zu bequatschen.
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Oberbürgermeister Norbert Tessmer gratulierte den Eheleuten Hans und Helga Bock zur eisernen Hochzeit.  Foto: Martin Koch
Oberbürgermeister Norbert Tessmer gratulierte den Eheleuten Hans und Helga Bock zur eisernen Hochzeit. Foto: Martin Koch

Das Fest der eisernen Hochzeit kommt nicht allzu oft vor. Bei Hans und Helga Bock war es am vergangenen Mittwoch so weit. Da kam sogar der Oberbürgermeister Norbert Tessmer zum Gratulieren vorbei. Tessmer wurde gleich an der Haustüre mit großem Hallo begrüßt. Die Eheleute Bock und die Familie Tessmer sind lange Jahre gute Nachbarn gewesen. Tessmer und die Bocks verbindet auch die langjährige Mitgliedschaft bei den Sozialdemokraten.

Seit 65 Jahren wohnen Hans und Helga in Hans‘ ursprünglichem Elternhaus im Kalenderweg. Eine gute Adresse und eine gute Nachbarschaft, wie die rege Unterhaltung mit dem Oberbürgermeister unter Beweis stellte. "Wir haben die Entwicklung des Stadtquartiers seit 65 Jahren miterlebt", erinnerte sich die eiserne Braut. Da wurden im Gespräch mit Tessmer wieder alte Bilder wach, von den vielen Tante-Emma-Läden und kleinen Bäckereien, die dort eine feste Versorgungsstruktur bildeten, heutzutage selten gewordene, liebenswert kauzige Originale hinter den Ladentheken. Da gab es auch den älteren Coburgern noch sehr gut bekannten Saalbau Bätz, in dem ausgiebig geschwooft wurde.

Das eiserne Ehepaar Hans und Helga Bock gehört noch zu den wenigen verbliebenen Zeitzeugen. Nicht weit weg vom Kalenderweg hat sich das Jubelpaar auf dem Weg zum Kasernenhof kennengelernt. Das war 1952. Neben der stattlichen Statur des jungen Mannes übte dessen Maschine, ein Zündapp-Moped, wohl noch eine zusätzliche Faszination auf die junge Frau aus. Darüber haben sie schon vor fünf Jahren bei ihrer diamantenen Hochzeit berichtet. 1954 heirateten Hans und Helga Bock. Noch im selben Jahr kam die erste von vier Töchtern auf die Welt, die anderen drei folgten 1963, 1964 und 1966. Hans Bock fand im Vermählungsjahr eine Anstellung beim Metallwerk Max Brose. Dort arbeitete er über 40 Jahre bis zu seinem Ruhestand. Helga Bock kümmerte sich in dieser Zeit nicht nur um ihre vier Mädchen. Sie versorgte auch ihren Schwiegervater und den Großvater. Als die Töchter größer geworden waren, ging sie stundenweise arbeiten. Der jährliche Urlaub war eine angenehme Unterbrechung des Alltags, Baden und Wandern standen dann auf dem Programm. Ziele waren zum Beispiel die Schweiz, Österreich und Italien.

Die Eheleute Bock sind sehr positiv eingestellt. "Wir gestalten unser Leben so schön wie möglich", unterstrich Helga Bock im Gespräch. Bundespräsident und Parteifreund Frank Walter Steinmeier gratulierte auch, zumindest schriftlich. Pfarrerin Hedwig Porsch überbrachte die Glückwünsche der evangelischen Heilig-Kreuz-Gemeinde. mako

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