Herzogenaurach

Die "Blechmafia" kommt auch bei Wassermusik nicht ins Schwimmen

Mit Werken aus dem Barock bis hin zu beschwingten Stücken der Unterhaltungsmusik beendete das Silvesterkonzert in der evangelischen Kirche Herzogenaurach das alte Jahr. Kantor Gerald Fink zeigte sich ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Ensemble aus Nürnberg begeisterte mit Witz und Können. Foto: Manfred Welker
Das Ensemble aus Nürnberg begeisterte mit Witz und Können. Foto: Manfred Welker

Mit Werken aus dem Barock bis hin zu beschwingten Stücken der Unterhaltungsmusik beendete das Silvesterkonzert in der evangelischen Kirche Herzogenaurach das alte Jahr. Kantor Gerald Fink zeigte sich erfreut über die große Zahl der Zuhörer auch in diesem Jahr. Es war für ihn eine Bestätigung für die Veranstaltung, da immer wieder die Zuhörer gerne mit Musik die Zeit verbringen, viele schon zum wiederholten Mal. Es mussten sogar noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden.

In diesem Jahr hatte sich Fink die Formation "Blechmafia" aus Nürnberg geholt. Mit den Worten "Meine Aufgabe ist beendet, ich kann den Abend genauso wie Sie genießen" verabschiedete sich Fink von den Zuhörern und übergab das Mikrofon an die Mitglieder von "Blechmafia". Diese Formation setzt sich zusammen aus Regina Scherer und Matthias Eckart an den Trompeten, Charly Hopp am Horn, Stephen Jenkins an der Posaune sowie Susumu Kakizoe an der Tuba. Begleitet wurden die Bläser von Wolfgang Schniske am Schlagzeug.

Für einen gelungenen Auftakt zu diesem Konzert mit dem Motto "Wassermusik" sorgten sie mit einer Bearbeitung eines Stücks von Johann Sebastian Bach. "Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen", sagte Ludwig van Beethoven von ihm.

Klassiker aus Hollywood-Filmen

Danach folgte nicht etwa Händels Wassermusik, das wäre doch zu einfach gewesen. Stattdessen intonierten sie von Georg Philipp Telemann "Hamburger Ebb' und Fluth", entstanden 1723 aus Anlass des 100. Jubiläums der Hamburgischen Admiralität. "Hoffentlich kommen wir da nicht ins Schwimmen", war die Befürchtung der Musiker.

Ein weiterer Programmpunkt war ein Stück aus dem Hollywood-Klassiker aus dem Jahr 1952 mit dem Titel "Du sollst mein Glücksstern sein", eigentlich ein Rückblick auf das Jahr 1927 und den Beginn der Tonfilmära, bekannt geworden vor allem durch Gene Kelly und das von ihm interpretierte Lied "Singin' in the rain". Den Steptanz von Gene Kelly imitierte hier gekonnt der Schlagzeuger mit den Besen, begleitet von den Blechbläsern.

Danach folgten beschwingte Werke der Unterhaltungsmusik. Melodien aus "Die Eiskönigin II", der Geschichte um Schneemann Olaf, Eiskönigin Elsa und ihre Schwester Anna sowie Kristoff und dessen Ren-tier Sven, erst im November im Kino gestartet. Sehr voluminös war dagegen die Filmmusik "Fluch der Karibik" um Captain Jack Sparrow aus dem Jahr 2003, komponiert von Hans Zimmer.

Beeindruckendes Repertoire

Die Musiker stellten bei den unterschiedlichen Stücken ihr Können mit ihren Instrumenten unter Beweis. Ihr breites Repertoire war für die Zuhörer sehr beeindruckend. Bereits die Ansagen erfolgten mit Charme und Witz, die musikalische Individualität kam bei den Zuhörern sehr gut an. Denn die brillanten Trompetenklänge, begleitet von der symphonischen Posaunenstimme, außerdem garniert mit Horn und Tuba und ergänzt mit dem Schlagzeug, ließen bei den Zuhörern keine Wünsche offen. Man konnte dadurch glauben, dass die Stücke niemals anders als für diese Besetzung und Formation geschaffen worden wären.

Für die Zuhörer stellte das Konzert einen gelungenen Abschluss für das Jahr 2019 dar, wie der Applaus erkennen ließ. Der Eintritt war kostenlos. Spenden zugunsten der Kirchenmusik in der Gemeinde wurden am Schluss des Konzerts aber gerne entgegengenommen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren