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Zeil am Main

Die besten Nummern ever

Beim Zeiler Frauenbund drehten die Akteure einmal das Zeitrad zurück. Ein Erlebnis für die Zuschauer.
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Ihr urkomisches Talent stellte als Dirigentin Christa Schlegelmilch beim Jubiläumsfaschingsabend des Frauenbunds unter Beweis
Ihr urkomisches Talent stellte als Dirigentin Christa Schlegelmilch beim Jubiläumsfaschingsabend des Frauenbunds unter Beweis
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Jahrzehntelang war der Faschingsabend des Zeiler katholischen Frauenbundes so etwas wie der Geheimtipp in der närrischen Zeit. Zum 100. Geburtstag der Vereinigung präsentierte der Frauenbund noch einmal so einen Faschingsabend im Pfarrsaal. Zu sehen und zu hören waren Klassiker und Höhepunkte der letzten Jahrzehnten. Auch aktuelle Stadtereignisse fehlten nicht. Manche Vorträge zeigten sehr gut, wie sich das Frauenbild wandelte.

Auf der Bühne zuhause

Mit Witzen, Gags und guter Laune führte Christa Schlegelmilch durch den Abend. Birgit Herrnleben, Ulli Steigner und Brigitte Pakosch, die das Vorstandstrio bilden, schlüpften gar mehrfach in Rollen. Für musikalische Stimmung sorgten Lorenz Eirich und Gerhard Ullrich.

Bei ihrem Vortrag "Die gute alte Zeit" bezog Birgit Herrnleben das Publikum kräftig mit ein. Mit Kindheitserinnerungen aus den 50er und 60er Jahren traf Christa Schlegelmilch ins Schwarze. Ulrike Steigner präsentierte als "Kätherla" eine der ältesten Reden und erzählte, wie es dazu kam, dass sie mit ihrem "Kunnerla" 14 Kinder bekam.

Flehen um einen Mann

Erster Höhepunkt: die "Wallfahrt der heiratswilligen Jungfrauen". Zehn Frauen mit Wallfahrtsbild und dunkel gehaltener Kleidung baten flehentlich um einen Mann. Pfarrer Michael Erhart kam als "König von Zeil" und hielt eine geschliffene Rede, die an den Stil von Peter Kuhn aus Schweinfurt erinnert. Später, bei viel Lokalkolorit, kam Birgit Pottler-Calabria mit auf die Bühne, um im Duett mit Erhart "Das alles und noch viel mehr, würd' ich machen, wenn ich König Fleischmütze wär‘" zu singen. Sie rückten Bürgermeister Thomas Stadelmann in den Fokus, der auf der Bühne zum König von Zeil ernannt wurde. Mit den "Turnerfrauen" und ihrem Tanz zu dem 1965 Gassenhauer "Lollipop", den Martha Schübert einstudiert hatte, ging es in die Pause. Als Frau auf der Suche nach einem Königin-Kostüm aus dem Internet präsentierte sich Christa Schlegelmilch. Da jede Bestellung mit dem Kommentar am PC "Für solche Kleider sind sie zu breit" schief ging, nahm sie zuletzt eine Schürze und präsentierte sich als "1. Duutschn-Königin". Kein Auge blieb trocken, als Christa Schlegelmilch als Dirigent mit ihrem "Ensemble" auftrat. Dessen Instrumente bestanden hauptsächlich aus Luftpumpen sowie zwei Topfdeckeln. In die Rolle eines Gesandten aus Rom, der sich als "PG Am Weinstock Jesu - Unternehmensberater" vorstellte, schlüpfte Ulli Steigner und zeigte, was eine Kirche der Zukunft braucht. Um Tasse oder Kännchen ging es beim Sketch von Birgit Pottler Calabria und Petra Herrlein. Den Schlusspunkt setzte Birgit Herrnleben als "Hausfrau" sowie Squaws aus Sand. H.B.

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