Bamberg

Die Bamberger resignieren

Zu den Themenkomplexen Konversion und Denkmalschutz in der Stadt Bamberg: Bei beiden Themen, Konversion und Denkmalschutz, zeigt sich einmal wieder: "Was man kennt, dafür setzt man...
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Zu den Themenkomplexen Konversion und Denkmalschutz in der Stadt Bamberg:

Bei beiden Themen, Konversion und Denkmalschutz, zeigt sich einmal wieder: "Was man kennt, dafür setzt man sich auch ein!"
Ein Aufschrei geht durch Bamberg - wegen einer Glastür in der Sandstraße. Freilich, hier ist jeder Bamberger schon einmal vorbeigegangen und bisher war noch niemandem die alte Tür an dem Gebäude aufgefallen - eben weil sie da hinpasste und quasi dahin gehörte.
Ganz anders verhält es sich mit dem Kasernengelände im Bamberger Osten. Die wenigsten Bürger haben das Gelände schon einmal gründlich erkunden können.
Selbst Menschen, die vor Jahren in diesem Areal ein- und ausgegangen sind, können sich nicht mehr genau an Einzelheiten erinnern. Dass der so viel gepriesene "neue Stadtteil in Bambergs Osten" jetzt vom Freistaat für die Flüchtlinge und vom Bund für die Polizeischule okkupiert wurde, scheint niemanden so recht zu stören. Und wenn die einmalige Chance, bezahlbaren Wohnraum in Bamberg in ausreichender Zahl (laut Stadtbau liegen 2000 Anfragen vor) zu schaffen, dahingegangen ist, erhebt sich kein Volkszorn.
In einer der letzten Stadtratssitzungen äußerte ein von uns Bürgern gewählter Vertreter: "Die Bamberger sind brave Leute, die wehren sich nicht." Vielleicht hätte er sagen sollen, die Bamberger resignieren ob der Politik in Stadt, Land und Bund.

Hedwig Luster
Bamberg




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