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Wirtschaft

Die Bamberger Industrie verzeichnet einen Umsatzrückgang

Im zweiten Quartal ging der Industrieumsatz gegenüber dem Vorjahr im Raum Bamberg um drei Prozent zurück, meldet die IHK für Oberfranken Bayreuth. Anders als in den anderen Städten und Landkreisen Obe...
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Im zweiten Quartal ging der Industrieumsatz gegenüber dem Vorjahr im Raum Bamberg um drei Prozent zurück, meldet die IHK für Oberfranken Bayreuth. Anders als in den anderen Städten und Landkreisen Oberfrankens verzeichnet die Bamberger Industrie bereits seit dem 1. Quartal 2018 Umsatzrückgänge.

"Dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Beschäftigtenentwicklung", stellt Sonja Weigand fest, Präsidentin der IHK für Oberfranken Bayreuth. "Trotz des Umsatzrückgangs stieg die Zahl der Industriebeschäftigten gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent."

"Wir haben in der Region seit der Wirtschafts- und Finanzkrise vor zehn Jahren ein mehr als solides Wirtschaftswachstum", so Weigand. "Seit 2010 ist die Beschäftigtenzahl in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten um 2982 auf 24 500 gestiegen." 1015 betrug der Zuwachs in der Stadt, 1967 im Landkreis. Der Umsatzzuwachs in der Region lag den Zahlen der IHK zufolge im gleichen Zeitraum bei 32,2 Prozent, um 27,1 Prozent legten die Betriebe in der Stadt zu und um 37,6 Prozent im Landkreis.

Kfz-Zulieferer stark betroffen

Vier Branchen sind oberfrankenweit vom aktuellen Umsatzrückgang besonders stark betroffen: Die Kfz-Zulieferer, die Glas- und Keramikindustrie sowie die Textilindustrie und die Polstermöbelhersteller.

Die Automobilindustrie wird zunehmend von Innovationen aus China und dem Silikon Valley bedroht, was die Kfz-Zulieferer am Standort Bamberg weiter unter Druck setzen wird. Hinzu kommt die derzeitige Nachfrageflaute: Während sich der Automarkt in den USA langsam wieder stabilisiert, ist die Nachfrage in Europa und vor allem China rückläufig. Aber auch hausgemachte Probleme bremsten verschiedene Pkw-Hersteller aus, etwa weil sie es versäumt hatten, sich rechtzeitig auf die neuen Abgas- und Zulassungstests einzustellen. Dies hatte etwa bei VW sogar zu Produktionsunterbrechungen geführt mit entsprechenden Auswirkungen auf die Zulieferer.

Die stagnierenden Absätze der Automobilhersteller bekommen die Zulieferer zeitnah zu spüren. Dort sind nicht nur Aufträge und Margen rückläufig, vielmehr müssen die Automobilzulieferer auch den größten Anteil der Kostensenkungen in der Wertschöpfungskette tragen. Schließlich stellen die Produkte der Zulieferer für Hersteller die größte Kostenposition dar. So unterliegen Zulieferer einem unerbittlichen und anhaltenden Kostendruck, der bei einer Absatzflaute noch stärker durchschlägt wie sonst. red

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