Kloster Banz
Freisprechungsfeier

Die Aufgaben in der Landwirtschaft mit Begeisterung anpacken

Die Hoffnung der bäuerlichen Landwirtschaft liegt auf jungen und qualifizierten Hoferben, die den elterlichen Betrieb übernehmen wollen. 41 Auszubildende im Beruf Landwirt wurden am Freitag in der Kut...
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Die Absolventen mit Ausbildern und Prüfern (von links): Jonas Bauer, Steffen Fischer aus Ebensfeld, Rudi Steuer, Florian Eisendraut (Ebensfeld), Klaus Reininger, Leon Voll (Altenkunstadt), Holger Heilingloh (Prüfungsausschussvorsitzender), Sebastian Dirauf (Ebensfeld), Lothar Teuchgräber (stellvertretender Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Lichtenfels), Petra Meyer (Bad Staffelstein), Harald Weber, Monika Faber. Foto: Andreas Welz
Die Absolventen mit Ausbildern und Prüfern (von links): Jonas Bauer, Steffen Fischer aus Ebensfeld, Rudi Steuer, Florian Eisendraut (Ebensfeld), Klaus Reininger, Leon Voll (Altenkunstadt), Holger Heilingloh (Prüfungsausschussvorsitzender), Sebastian Dirauf (Ebensfeld), Lothar Teuchgräber (stellvertretender Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Lichtenfels), Petra Meyer (Bad Staffelstein), Harald Weber, Monika Faber. Foto: Andreas Welz

Die Hoffnung der bäuerlichen Landwirtschaft liegt auf jungen und qualifizierten Hoferben, die den elterlichen Betrieb übernehmen wollen. 41 Auszubildende im Beruf Landwirt wurden am Freitag in der Kutschenhalle von Kloster Banz freigesprochen. Einer von ihnen ist Jonas Bauer aus Burgkunstadt. Seine Eltern bewirtschaften einen Milchviehhof im Ortsteil Reuth. Der 21-Jährige ist auf dem Hof aufgewachsen, liebt die Arbeit mit Tieren und ist gerne draußen in der Natur. "Ich will den Hof eines Tages übernehmen", sagte er unserer Zeitung.

Der Notendurchschnitt der Absolventen lag bei 3,06. Es gab aber auch ausgezeichnete Leistungen. Unter den drei Besten war Petra Meyer aus Bad Staffelstein. Der Bildungsberater am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg stellte bei den meisten Absolventen die praktische Leistung höher als die theoretische fest. Die praktische Prüfung fand neben Höfen in Forchheim und Coburg auf den Betrieben von Georg Böhmer und Thomas Schwarzmann in Großziegenfeld statt. Von den sieben Absolventen aus dem Landkreis Lichtenfels nahmen drei an dem Bildungsprogramm Landwirt teil. Sie hatten bereits einen außerlandwirtschaftlichen Beruf erlernt.

Die Zeugnisse überreichten als Stellvertreterin des Landrats Monika Faber (SPD) und in Vertretung des Coburger Behördenleiters Harald Weber.

Rat: positiv denken

Der Bezirksvorsitzende des Verbandes landwirtschaftlicher Ausbilder und Meister in Oberfranken, Rudi Steuer, hielt die Festansprache. Von den Junglandwirten erhoffte er, dass dieser Teil der Erde lebens- und liebenswert bleibe für Menschen, Tier und Pflanzen. Für alle Freigesprochenen stehe der Weg nach oben offen, sagte Steuer. Zum Beispiel das Studium an den Landwirtschaftsschulen in Coburg, Bayreuth und Münchberg. Derzeit seien 70 Studierende eingetragen. Bayernweit seien es 700. Davon legten im Durchschnitt 30 ihre Prüfung zum Landwirtschaftsmeister ab, 400 in Bayern. Rudi Steuer sprach auch den trockenen Sommer und die niedrigen Erträge in der Landwirtschaft an. Dass man infolge dessen an der Preisschraube drehe, sei bekannt. Doch für die Verbraucher sei das kein Grund zur Beunruhigung. "Ich glaube, solange alle Regale voll sind, so wie immer, wird niemand merken, dass man Computer nicht essen kann", sagte er.

In Zukunft werde sich ökonomisches Denken mit Ökologie und moderner Technik verbinden. Angst vor der Zukunft könne durch Wissen überwunden werden.

Das Negative dürfe man nicht in den Mittelpunkt stellen. "Die Risiken muss man im Blick behalten - und sich seiner Aufgabe mit Begeisterung widmen", war der Wunsch des Landwirtschaftsmeisters.

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