Eltmann

Die Aufgaben hatten es in sich

Clara Wettengel und Philipp Bierlein gewannen den Kreisentscheid in der Mathematik-Meisterschaft.
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Die beiden Kreismeister Clara Wettengel und Philipp Bierlein, die den Landkreis Haßberge nun bei der Bezirksmeisterschaft in Würzburg vertreten
Die beiden Kreismeister Clara Wettengel und Philipp Bierlein, die den Landkreis Haßberge nun bei der Bezirksmeisterschaft in Würzburg vertreten
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Philipp Bierlein von der Grundschule Haßfurt und Clara Wettengel von der Grundschule Hofheim sind als Kreismeister aus der zwölften unterfränkischen Mathematik-Meisterschaft hervorgegangen. Die beiden Kreissieger dürfen nun die Grundschulen des Landkreises Haßberge beim Bezirkswettbewerb am Mittwoch, 11. Dezember, in Würzburg vertreten. Beide hatten sich als Schulmeister in ihrer Schule durchgesetzt und erreichten nun auch auf Kreisebene die meisten Punkte in diesem anspruchsvollen Wettbewerb. Der Kreisentscheid fand in Eltmann statt.

Seit 2008 führt die Regierung von Unterfranken die unterfränkische Mathematik-Meisterschaft für die vierten Klassen in Zusammenarbeit mit den staatlichen Schulämtern und mit Unterstützung der Volks- und Raiffeisenbanken durch. Dabei wird die Meisterschaft auf drei Ebenen (Schule, Landkreis und Bezirk) ausgetragen.

Grundlage für die Meisterschaft ist ein Aufgabentyp, der besonders das logische Denken, die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit, das Kombinationsvermögen und das Knobeln erforderlich macht und fördert. Die Aufgaben sollen die Schüler motivieren, knifflige Rechenprobleme anzugehen und zu lösen, so dass die Freude am Knobeln in den Mittelpunkt rückt.

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist für die Grundschüler freiwillig, aber im Landkreis Haßberge nehmen so gut wie alle Grundschulen mit ihren vierten Klassen teil.

Mit ihren Eltern oder Großeltern waren nun die Schulsieger in die Johann-Baptist-Graser-Grundschule in Eltmann eingeladen, wo die Lehrerin Kristina Lang den Kreisentscheid organisierte. Die Buben und Mädchen mussten innerhalb einer Stunde zwölf Aufgaben lösen, die es in sich hatten.

Die Ergebnisse wurden getrennt für Jungen und Mädchen gewertet. Gespannt warteten die Schüler und ihre Begleiter auf das Ergebnis des Kreiswettbewerbs. Die Eltmanner Rektorin Jutta Aumüller sprach allen Schülern ein großes Lob aus, denn vor der Teilnahme an diesem Kreiswettbewerb hätten sie schon auf Schulebene hervorragende Leistungen erzielt, wie sie sagte.

Von der Volks- und Raiffeisenbank Haßberge übermittelte Vorstand Horst Brochloß-Gerner den Schülern Glückwünsche, "denn dahinter steht eine ganz starke Leistung". Um dies richtig einzuschätzen, sollten seiner Meinung nach vielleicht auch einmal die Eltern solche Aufgaben zu lösen versuchen. "Der Wettbewerb zeichnet sich wirklich durch schwierige Aufgaben aus, und von den Schülern wird schon eine große Leistung verlangt", sagte er.

Organisatorin Kristina Lang gestand bei der Siegerehrung ein: "Der Wettbewerb heute war schon knackig. Neben den normalen Aufgaben war nämlich viel logisches Denken gefordert und auch räumliche Vorstellung." Sie überreichte den Teilnehmern zusammen mit Horst Brochloß-Gerner die Urkunden und kleine Präsente, bevor dann die Erstplatzierten ausgezeichnet wurden.

Bei den Mädchen erreichten die besten Ergebnisse: 1. Clara Wettengel, Stöckach (Grundschule Hofheim); 2. Magdalena Ludwig, Breitbrunn (Grundschule Kirchlauter), und Luisa Merkle (Grundschule Burgpreppach). Bei den Jungen landeten vorne: 1. Philipp Bierlein (Grundschule Haßfurt); 2. Emil Marsoun (Ebern); 3. Jakob Berger (Ebelsbach).

Die beiden Kreissieger hatten bei den zwölf Aufgaben bis zu zehn Punkte erreicht und unterstrichen damit ihre hervorragende Leistung. Übereinstimmend hatte ihnen "ein Streichholzlegespiel" die meisten Probleme bereitet, bei dem sie vier Streichhölzer so umlegen sollten, dass sie dann fünf Dreiecke bekamen.

Philipp Bierlein gestand ein, dass dies für ihn die einzige Aufgabe gewesen sei, bei der er zu keiner Lösung kam. Er hatte sich nicht extra auf diesen Wettbewerb vorbereitet, zumal Mathematik sein Lieblingsfach ist, und hier erzielt er meist sehr gute Leistungen. Aber auch Sport und der Heimat- und Sachkundeunterricht bereiten ihm sehr viel Spaß. Dennoch bleibt ihm noch Zeit für seine Hobbys. "Das ist vor allem Tennis, wo ich beim TV Haßfurt spiele, und auch noch Trompete, die ich bei Claudia lerne."

Als nicht gerade leicht bezeichnete auch die Kreissiegerin Clara Wettengel die Aufgaben. Sie hatte sich mit ihrem Papa auf den Wettbewerb vorzubereiten versucht. "Die Aufgaben waren unterschiedlich, mal leicht, aber dann auch ganz schön schwer."

Mathematik macht ihr aber Spaß, und selbstverständlich erzielt sie dort gute Leistungen. "Aber auch Sport sowie Werken und Gestalten zählen zu meinen Lieblingsfächern. Und daneben spiele ich noch Saxophon und wirke im Jugendblasorchester Hofheim mit. Und an zwei Tagen gehe ich auch noch zum Schwimmen", schildert sie.

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