Ebern

Die Anfänge: Holzbänke verwandelten den Kohletransporter zu einem Omnibus

Die dicke Zigarre im Mundwinkel und die Hosenträger gehörten bei ihm dazu. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg muss es gewesen sein - das Jahr der Firmengründung ist nicht bekannt - , als Max Ebner sen. un...
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Die dicke Zigarre im Mundwinkel und die Hosenträger gehörten bei ihm dazu. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg muss es gewesen sein - das Jahr der Firmengründung ist nicht bekannt - , als Max Ebner sen. und seine Frau Anneliese im Westen der Stadt Ebern, im bisherigen Überschwemmungsgebiet an der Neubrückentorstraße, ein Fuhrgeschäft eröffneten.

Hauptsächlich Holz und Kohle wurden mit Traktoren transportiert, deren Reifen noch aus Vollgummi bestanden.

Anfang der 30er Jahre entstand daraus ein blühender Kohle- und Heizölhandel. Ein erster Mercedes-Benz-Lkw wurde angeschafft. An den Wochenenden funktionierte man damals schon den Lkw für den Personentransport um, indem man auf der Ladefläche einfache Holzbänke montierte. Die Geburtsstunde des Omnibusbetriebs.

Die ersten Fahrten führten die damals noch kaum motorisierte Bevölkerung ins nähere Umland von Ebern.

Der Fuhrpark wuchs stetig. Allerdings konfiszierte die Wehrmacht in den Kriegswirren des Zweiten Weltkriegs die gesamte Bus- und Lkw-Flotte der Ebners. Keines der Fahrzeuge erhielten die Ebners später zurück.

Trotzdem ging es erfolgreich weiter: Nach Kriegsende wuchs die Reiselust der Bürger und damit auch der Fahrzeugpark mit Bussen der Marken Kässbohrer- und Mercedes Benz.

Max Ebner erwarb Konzessionen für den Schüler-, Linien- und Werksverkehr und das Reiseprogramm wurde auf ganz Europa ausgedehnt.

Ebner, der auch im Eberner Stadtrat saß, teilte das Unternehmen 1984 auf seine Söhne Hans-Peter - er erhielt die Spedition, heute als Ebner Logistics bekannt - und Max jun. auf. Max war der Busunternehmer. In der Blütezeit waren für Ebner-Reisen 15 Fahrer mit 15 Bussen international auf Achse. In Sandhof entstand ein neuer Omnibusbetriebshof mit eigener Werkstatt, Tankstelle und Waschstraße. Matthias Ebner, seit 1993 Firmenchef, verantwortete den Turmanbau an das Wohnhaus zur Erweiterung der Büroräume. eki

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