Meeder
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Die 90-jährige Hanni Bauer will wissen, was in Meeder passiert

In der Veilsdorfer Straße in Meeder wurde der 90. Geburtstag von Hanni Bauer gefeiert. Wie es sich auf dem Dorf gehört, gratulieren zu diesem runden Geburtstag nicht nur die Verwandten, sondern auch d...
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In der Veilsdorfer Straße in Meeder wurde der 90. Geburtstag von Hanni Bauer gefeiert. Wie es sich auf dem Dorf gehört, gratulieren zu diesem runden Geburtstag nicht nur die Verwandten, sondern auch die Anwohner der gesamten Straße, Freunde und Bekannte.

Hanni Bauer, geborene Keller, wurde am 17. Mai 1929 in Burggrub geboren. Noch im gleichen Jahr zogen ihre Eltern Klara und Erich Keller zusammen mit Hannis älterem Bruder Otto nach Meeder. Die Eltern fanden eine Arbeitsstelle auf dem Bauernhof von Karl Hanft.

Hanni Bauer besuchte die Schule in Meeder und wurde in der Laurentiuskirche konfirmiert. Sie absolvierte ein Pflichtjahr im Haushalt des Bauernhofes Grambs. Die Familie vergrößerte sich mit den Geschwistern Elfriede, Ilse, Helga und Günter, so dass zwischenzeitlich sechs Personen versorgt werden mussten. Vater Erich und der älteste Sohn Otto mussten in den Krieg ziehen. Der Vater kehrte nicht mehr zurück.

Ende der 1940er Jahre arbeitete Hanni Bauer als Näherin bei der Firma Stern in Coburg, die Ledertaschen und Koffer herstellte. Im Sommer fuhr sie mit dem Fahrrad zu ihrer Arbeitsstelle und im Winter mit der Eisenbahn. Sie lernte Helmut Bauer kennen, den sie 1956 heiratete. In einem kleinen Haus in Meeder wohnte das Ehepaar in ärmlichen Verhältnissen. 1952 wurde Sohn Hartmut geboren, 1956 Sohn Siegmar und 1958 Tochter Verena. Es wurde sehr eng in diesem Häuschen. Deshalb entschloss sich das Ehepaar in den 1960er Jahren, ein Haus in der Veilsdorfer Straße zu bauen. Nun gab es für die drei Kinder ein eigenes Zimmer, eine Wasserleitung und Heizung.

Das Ehepaar freute sich über den Neubeginn, besuchte Tanzveranstaltungen und nahm an Tagesausflügen teil. Hanni Bauers Mann stand lange Zeit beim TSV Meeder im Tor. Von daher kommt ihre Liebe zum Fußballsport. Sie verfolgt den Tabellenstand der Meederer Fußballer, interessiert sich aber auch für den FC Bayern.

Ihr Mann starb 2005, auch drei ihrer Geschwister leben nicht mehr. Über den Besuch ihrer Kinder mit deren Familien freut sie sich nach wie vor sehr. Früher verwöhnte sie alle am Sonntag mit einem guten Essen. Aber auch ihre beliebten Krapfen, die sie zur Kirchweih backte, waren in der Nachbarschaft, die sie damit beglückte, sehr beliebt.

Mit ihren 90 Jahren bereitet sie ihr Essen noch selbst zu, worauf sie auch großen Wert legt. Sie lebt zusammen mit Sohn Hartmut und Schwiegertochter Brigitte unter einem Dach. Die beiden machen die Hausarbeit. Hanni Bauer pflegt ein gutes Nachbarschaftsverhältnis und strickt fleißig Strümpfe. Sie hält sich geistig fit mit täglichem Zeitungslesen. Mit ihrer Schwester Elfriede, die auch in Meeder wohnt, telefoniert sie täglich. Sie sagt, sie fühle sich glücklich und zufrieden. Uroma zu werden, war immer ein Wunsch von ihr, der sich mit Urenkel Theo erfüllt hat.

Ihre Kinder und sechs Enkelkinder mit Familien gratulierten ihr zu ihrem großen Jubeltag. Glückwünsche überbrachten auch Bürgermeister Bernd Höfer und die evangelische Kirchengemeinde Meeder. kagü

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