Knetzgau
ehrentag

Diamantene Hochzeit im Hause Feustel

Christiane reuther "Die gemeinsame Arbeit hat uns zusammengeschweißt", resümiert das Ehepaar Maria und Fridolin Feustel nach 60 Jahren Eheglück. Am Mittwoch feierte das Jubelpaar aus Knetzgau im Kreis...
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Das Jubelpaar Maria und Fridolin Feustel  Fotos: Christiane Reuther/privat
Das Jubelpaar Maria und Fridolin Feustel Fotos: Christiane Reuther/privat
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Christiane reuther "Die gemeinsame Arbeit hat uns zusammengeschweißt", resümiert das Ehepaar Maria und Fridolin Feustel nach 60 Jahren Eheglück. Am Mittwoch feierte das Jubelpaar aus Knetzgau im Kreise der Familie das Fest der diamantenen Hochzeit. Viele Gratulanten brachten den Eheleuten ihre Wertschätzung entgegen. Auch stellvertretender Landrat Oskar Ebert, Knetzgaus Dritte Bürgermeisterin Susanne Haase-Leykam und Pfarrer Michael Weck gratulierten am Ehrentag.

Ende der 1950er Jahre bahnte sich die Ehe an, die später durch Höhen und Tiefen führte. Eineinhalb Jahre lang besuchte der junge Fridolin an den Sonntagen seine spätere Ehefrau, die damals noch Maria Nüßlein hieß, mit dem Motorroller im etwa 20 Kilometer entfernten Mönch-stockheim, bevor schließlich die Heirat im Jahr 1959 beschlossene Sache war. Als Brautauto diente damals das Firmenauto, ein dreirädriger "Tempo Boy". Während die Braut auf dem Beifahrersitz Platz nahm, wurde auf der Ladefläche das Hochzeitsessen, eine ausgewachsene Sau, von Mönchstockheim nach Knetzgau transportiert.

Die Familie

Aus der Ehe gingen Tochter Margit und Sohn Matthias hervor. Mittlerweile sind die Eheleute auch stolz auf drei Enkel.

Noch bis vor einigen Jahren standen Fridolin und Maria Feustel ihrem Sohn Matthias in der eigenen Schreinerei in der Ringstraße in Knetzgau zur Seite. Im Jahre 2011 übergab der heute 87-jährige Jubilar seinen im Jahr 1905 von seinem Großvater Kaspar Feustel gegründeten Betrieb an seinen Sohn Matthias, der diesen nun in vierter Generation weiterführt.

"Früher haben wir Möbel für Schlaf- und Wohnzimmer sowie Küchen angefertigt", erinnert sich der Jubilar an seine Arbeit, die sich im Laufe der Jahre auf die Anfertigung von Haus- und Zimmertüren sowie Fenster spezialisiert hat. Maria Feustel hat zeit ihres Lebens im Familienbetrieb mitgearbeitet und verrichtete meist die Öl- und Streicharbeiten. An die letzte größere Streichaktion kann sich die heute 83-Jährige noch sehr gut erinnern: "Das waren die Mitfahrbänke, die im Gemeindebereich von Knetzgau in diesem Jahr aufgestellt wurden."

Beide Feustels sind seit etlichen Jahren im Knetzgauer Vereinsleben fest integriert. Fridolin Feustel besucht heute noch jeden Sonntagnachmittag die Fußballspiele "seines" FC Knetzgau, den er im Jahr 1953 mit aus der Taufe hob und insgesamt 46 Jahre als Kassier unterstützte. Dem Frauenkreis und den Knetzgauer Senioren hält die Jubilarin die Treue. Aber auch beim Siedlerverein, dem Krippenverein, der Christlichen Wählergemeinschaft und beim Polytechnischen Verein Knetzgau ist das Jubelpaar engagiert.

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