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Diamantene Hochzeit im Hause Eberhardt

Es war die etwas andere diamantene Hochzeit: In der Kilianskirche, in der Rosi und Fritz Eberhardt vor 60 Jahren getraut wurden, feierten beide mit Verwandten, Freunden und den Nachbarn auch ihren Ehr...
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Rosi und Fritz Eberhardt (Dritte und Vierter von links) mit Pfarrer Stefan Lipfert (rechts) im Kreise der Verwandten. Foto: Horst Wunner
Rosi und Fritz Eberhardt (Dritte und Vierter von links) mit Pfarrer Stefan Lipfert (rechts) im Kreise der Verwandten. Foto: Horst Wunner

Es war die etwas andere diamantene Hochzeit: In der Kilianskirche, in der Rosi und Fritz Eberhardt vor 60 Jahren getraut wurden, feierten beide mit Verwandten, Freunden und den Nachbarn auch ihren Ehrentag: mit einem Dankgottesdienst, den Pfarrer Stefan Lipfert zelebrierte.

Die 79-Jährige und ihr sieben Jahre älterer Ehemann erfreuen sich noch guter Gesundheit und blicken mit Optimismus in die Zukunft. Die Schlesierin, die erst in der Spinnerei arbeitete, und der in Reuth geborene selbstständige Friseur haben sich auf dem Tanz in Leuchau kennengelernt. Er spielte das Akkordeon und sie war von seiner Musik und von dem attraktiven Mann beeindruckt. Daraus ist eine seit 60 Jahren bestehende Verbindung geworden.

Und die Musik ist bis heute die große Leidenschaft des Jubilars. Er leitete die eigene Kapelle "Eberhardt" zehn Jahre lang, war mit seinem Schifferklavier das Markenzeichen bei vielen Flussreisen mit dem "Schaffranek-Epress", spielte bei den "Wiesenttalern" aus der Fränkischen Schweiz und zum Vergnügen der älteren Mitbürger in Seniorenheimen. Noch heute kennt man ihn als Aktiven beim Thurnauer Musikantenstammtisch. Er war auch Gründungsmitglied des Musikvereins Kasendorf. Seine Augen funkelten, als er sagte: "Ohne Musik könnte ich mir das Leben schwer vorstellen". Eberhardt erzählt auch von einem weiteren Hobby: dem Reisen. "Ich habe 30 Länder besucht, vom Nordkap bis zum Nil", und mit seiner 250er BMW erkundete er noch bis vor vier Jahren die Umgebung.

Man spürte förmlich, wie gut sich die zwei verstehen. Fritz nahm die Hand seiner Rosi, drückte sie und schaut seine Gattin dankbar an. "Sie war die gute Seele des Betriebs, nach der Umschulung zur Friseurin unentbehrlich für unser Geschäft, das wir von 1962 bis 1986 in Kasendorf besaßen."

Bei der anschließenden zünftigen Feier im Gasthaus Friedrich kam die Beliebtheit der Hochzeiter sichtlich zum Ausdruck. Viele Erlebnisse und Anekdoten aus früherer Zeit machten die Runde. Horst Wunner