Weitramsdorf

Diakoniestation nimmt Abschied von Beland

Sie war "Frau der ersten Stunde" der 2007 neu ins Leben gerufenen Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach. Nach 28 Jahren wurde Hildegard Beland nun im Seßlacher Rathaussaal von Wegge...
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Abschied von Hildegard Beland (Bildmitte, mit Ehemann Hartmut) nehmen Silvia Schinkel, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach (rechts), und Christian Gunsenheimer als Vorsitzender des Krankenpflegevereins (links).  Foto: Bettina Knauth
Abschied von Hildegard Beland (Bildmitte, mit Ehemann Hartmut) nehmen Silvia Schinkel, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach (rechts), und Christian Gunsenheimer als Vorsitzender des Krankenpflegevereins (links). Foto: Bettina Knauth
Sie war "Frau der ersten Stunde" der 2007 neu ins Leben gerufenen Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach. Nach 28 Jahren wurde Hildegard Beland nun im Seßlacher Rathaussaal von Weggefährten und Kolleginnen in den Ruhestand verabschiedet.
Silvia Schinkel, Belands Nachfolgerin als Pflegedienstleiterin, würdigte die Leistung der 63-Jährigen mit einer besonderen Abschiedsrede. Ihrem Namen "Hildegard", der sich aus den althochdeutschen Wörtern für "Kampf" (hiltja) und "Hort, Schutz" (gard) zusammensetze, habe Beland alle Ehre gemacht.
Für die Schwestern der Station ist "ihre Hildegard" einzigartig, wenn auch mehr einzig als artig, wie sie launig mit einem selbst geschriebenen Gedicht dokumentierten. Die Zuneigung aller komme nicht von ungefähr, hieß es darin: "Schließlich warst du immer fair. Warst immer unsere Anlaufstelle, bei jedem Schaden, jeder Delle, bei Problemen wusstest du stets Rat, und halfst, wo du konntest, mit Wort und Tat."
Als Vorsitzender des Krankenpflegevereins Weitramsdorf-Seßlach gab Christian Gunsenheimer Anekdoten aus seiner Zusammenarbeit mit Beland zum Besten. So habe sie sich nicht gescheut, ihn angesichts seiner damaligen Funktion als Bürgermeister von Weitramsdorf am Dreikönigstag 2011 um 6 Uhr morgens anzurufen, weil die Straßen noch nicht geräumt seien. Beispiele wie diese zeigten nach Meinung Gunsenheimers das uneingeschränkte Engagement der Memmelsdorferin für die Station, insbesondere für die Sache und die Belange der Mitarbeiterinnen in der Pflege. Zuvor hatten Bürgermeister und Hausherr Martin Mittag (CSU) Hildegard Beland und ihren Mann Hartmut begrüßt. Dass die Kirche als Institution und Kraft "voll hinter der Diakonie steht", betonte der Heilgersdorfer Pfarrer Tobias Knötig. Ursula von Hof, Koordinatorin des Hospiz- und Palliativnetzwerkes Coburg, dankte der 63-Jährigen für die "gegenseitige Inspiration" und das "unermüdliche Engagement". Besonders freute sich die stellvertretende Pflegedienstleiterin darüber, dass ehemalige Kolleginnen der Diakonie Michelau sowie Mitwitz gekommen waren, um Beland ihre langjährige Verbundenheit und Wertschätzung zu zeigen. Bei der Diakoniestation hatte die Memmelsdorferin 1987 angefangen. bek

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