Forchheim

DGB: Über 8 Prozent profitieren

Mindestlohn   Der Gewerkschaftsbund rechnet damit, dass im Landkreis Forchheim etwa 1500 Vollzeitbeschäftigte durch den Mindestlohn von 8,50 Euro ab 1. Januar mehr Geld bekommen, Mini- und Teilzeitjobber noch nicht eingerechnet.
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Forchheim — Ab 1. Januar 2015 gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Laut Berechnungen des DGB Forchheim müssen zurzeit in dem Landkreis Forchheim etwa 1500 Vollzeitbeschäftigte mit weniger als 8,50 Euro Stundenlohn auskommen (Bruttoverdienst bis zu 1500 Euro/Monat).
Das heißt: 8,5 Prozent der insgesamt 17 700 Vollzeitbeschäftigten in Forchheim werden von der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns profitieren.
Der DGB geht davon aus, dass bei den ca. 7600 sozialversicherten Teilzeitbeschäftigten in Forchheim und insbesondere bei den 8000 Minijobs, der Anteil derjenigen, die vom Mindestlohn profitieren werden, noch deutlich höher liegt. Regionale Angaben sind jedoch wegen mangelnder statistischer Grundlagen nicht möglich. Landesweit werden etwa zwei Drittel der Minijobberinnen und Minijobber vom Mindestlohn profitieren.

Mehr Frauen betroffen

Bundesweit arbeiten deutlich mehr Frauen im Niedriglohnbereich als Männer. Dieser Trend zeigt sich auch in Forchheim. Während 4,6 Prozent der vollzeitbeschäftigten Männer brutto weniger als 1500 Euro monatlich verdienen, liegt der Anteil der Frauen bei 17,3 Prozent.
DGB-Regionsgeschäftsführer Mathias Eckardt ist überzeugt, dass der gesetzliche Mindestlohn zu mehr Gerechtigkeit führen wird. "Auch die Akzeptanz bei den Unternehmen wird zunehmen, wenn sie sicher sein können, dass der Mindestlohn auch von der Konkurrenz bezahlt wird", sagt Mathias Eckardt. Wichtig sei allerdings eine wirksame Überwachung. "Einige Arbeitgeber versuchen mit allen Tricks, den Mindestlohn zu umgehen. Das ist kein Kavaliersdelikt", so der DGB-Vertreter. Wer gegen das Mindestlohngesetz verstoße, müsse mit Geldbußen bis zu 500 000 Euro rechnen. Wem der Mindestlohn vorenthalten werde, könne bis zu drei Jahre später Klage einreichen.

Branchen-Mindestlohn bleibt

Mathias Eckardt weist darauf hin, dass tariflich ausgehandelte Branchen-Mindestlöhne ihre Gültigkeit behalten und nicht mit Hinweis auf den gesetzlichen Mindestlohn gekürzt werden können. Mehr Informationen zum Mindestlohn unter www.mindestlohn.de red

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