Forchheim
Wirtschaft

DGB beklagt Niedriglöhne

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist nach wie vor gut und das trotz sich abschwächender Konjunkturprognosen. Doch obwohl der Fachkräftebedarf ständig steige, habe Deutschland einen der größten Niedrigloh...
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Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist nach wie vor gut und das trotz sich abschwächender Konjunkturprognosen. Doch obwohl der Fachkräftebedarf ständig steige, habe Deutschland einen der größten Niedriglohnsektoren in Europa, stellt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einer Pressemitteilung fest. Allein im Landkreis Forchheim seien 2017 im Jahresdurchschnitt 3748 Menschen in Vollzeit zu Stundenlöhnen von weniger als 10,80 Euro beschäftigt gewesen.

Das wären 19,6 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten. Besonders hoch sei der Anteil bei Arbeitnehmern ohne Berufsabschluss (34,6 Prozent), bei Frauen (33,2) und bei Menschen mit Migrationshintergrund (38,1).

Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sind demnach inzwischen - unter Berücksichtigung der Teilzeit- und Nebenjobs - bundesweit mehr als neun Millionen Menschen davon betroffen. Der Bruttolohn von 10,80 Euro ist die nach internationalen Standards in Deutschland geltende Grenze für Niedriglohn.

"Besonders dramatisch ist, dass es inzwischen deutschlandweit mehr als vier Millionen Menschen gibt, die in einem Vollzeitjob arbeiten, deren Lohn aber nicht ausreicht, um ein auskömmliches Leben zu führen", kritisiert der DGB-Regionsgeschäftsführer Mathias Eckardt.

Daher fordert der DGB Oberfranken alle Akteure in den Jobcentern, Arbeitsagenturen, aber vor allem auch die regionalen Arbeitgeber dazu auf, Geringqualifizierten Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten. red

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