Scheßlitz
Stadtrat

Deutlich mehr Baugrundstücke für Straßgiech als erwartet

Guter Hoffnung sind die Stadträte in Scheßlitz. Und der Bürgermeister Roland Kauper (CSU) nimmt's auch noch auf seine "Kappe". In Straßgiech sollen bald mehr Baugrundstücke ausgewiesen werden als ursp...
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Guter Hoffnung sind die Stadträte in Scheßlitz. Und der Bürgermeister Roland Kauper (CSU) nimmt's auch noch auf seine "Kappe". In Straßgiech sollen bald mehr Baugrundstücke ausgewiesen werden als ursprünglich erwartet. Was an und für sich Anlass für eine freudige Mitteilung ist, führte in der letzten Stadtratssitzung allerdings zu leichten Dissonanzen.

Räte fühlen sich überrumpelt

Ein paar Stadträte fühlten sich von der neuesten Mitteilung des Ersten Bürgermeisters "etwas überrumpelt". War im vergangenen Jahr noch die Rede von sechs bis sieben Bauplätzen, so sollen es jetzt rund 17 werden. Im Zwickel gelegen, am südwestlichen Ortsrand zwischen der Staatsstraße St2190 einerseits und dem Schmerldorfer Weg mit angrenzendem Wohngebiet auf der östlichen Seite, soll das Baugebiet ausgewiesen werden.

Hieran entzündete sich sodann gleich eine Diskussion. Ging es nämlich auch darum, inwieweit auf die Anwohner bereits bestehender Gebäude unter Umständen mit der Anpassung des Schmerldorfer Wegs zusätzliche Kosten zukämen. Bürgermeister Kauper machte Andeutungen, dass das nicht gewollt sei, verwies aber darauf, das Thema im nichtöffentlichen Teil zu besprechen. Er habe nur zuerst mit der freudigen Neuigkeit beginnen wollen, um dann in der nichtöffentlichen Sitzung die noch offenen Punkte zu klären.

Die Gunst der Stunde

Entsprechend kam denn auch der Vorwurf von Räten, dass der umgekehrte Verfahrensweg wünschenswerter gewesen wäre.

Grundsätzlich einig war man sich indes über die freudige Mitteilung an sich, nun deutlich mehr Bauplätze ausweisen zu können als noch vor knapp einem Jahr. Der Bürgermeister betonte in dem Zusammenhang die Gunst der Stunde und "die Chance beim Schopf gepackt zu haben", wo es doch vielerorts an Bauland mangele. Und auch seitens des Landratsamtes sei Zustimmung signalisiert worden. Ferner hätten sich jetzt bereits zehn bis zwölf Interessenten für die Bauplätze gemeldet, wobei die Nachricht noch nicht einmal offiziell publik gemacht worden sei. Beste Voraussetzungen also.

Zur Anwendung soll in dem Fall Paragraf 13b des Baugesetzbuchs (BauGB) kommen, das bei Bauflächen unter 10 000 m² ein beschleunigtes Verfahren vorsieht und laut Auskunft des beteiligten Planungsbüros noch in diesem Jahr als Übergangsregelung Bestand hat. Auf einer Grundfläche von rund 14 600 m², versehen mit einer Ringstraße, inklusive Mehrzweckstreifen für Fußgänger und Radfahrer sowie einem Spielplatz, wird die gesetzlich vorgesehene Größe des Baugebietes zur Bebauung für die Anwendung des genannten Verfahrens hier nicht überschritten. Aufgrund der Verordnung ist in diesem Fall lediglich durch die benachbarte Staatsstraße ein Lärmschutzgutachten zu erstellen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu treffen. Ferner ist auf Grund der gesetzlichen Regelung keine Ausweisung von Ausgleichsflächen notwendig.

Maximal zwei Geschosse

Geplant wird eine Wohnbebauung mit maximal zwei Geschossen. Was Dachausführung und Fassade betrifft, will man alles zulassen, was baurechtlich dem Stand der Technik entspricht. Lediglich eine Zisterne für Brauchwasser soll verpflichtend vorgeschrieben werden. Die Entwässerung des neuen Baugebietes soll im Trennsystem erfolgen.

Die jetzige Planung wurde vom Stadtrat einstimmig gebilligt und das weitere Verfahren wird eingeleitet.

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