Frohnlach

Derby mit viel Brisanz

Mit einem derart schlechten Verlauf der Saison haben weder die Verantwortlichen von Aufsteiger VfL Frohnlach, noch die Funktionäre des FC Coburg gerechnet. Heute kommt es im Willi-Schillig-Stadion zum Nachbarschaftsduell.
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Daniel Alles (links) gibt alles! Im Landesliga-Derby zwischen dem VfL Frohnlach (blaue Trikots) und dem FC Coburg wird es heute Abend auf den Siegeswillen ankommen - wer hat davon mehr? Foto: Archiv/Hagen Lehmann
Daniel Alles (links) gibt alles! Im Landesliga-Derby zwischen dem VfL Frohnlach (blaue Trikots) und dem FC Coburg wird es heute Abend auf den Siegeswillen ankommen - wer hat davon mehr? Foto: Archiv/Hagen Lehmann

Zum Auftakt des 22. und letzten Spieltages der Fußball-Landesliga Nordwest vor der Winterpause kommt es am heutigen Freitag um 19 Uhr unter Flutlicht im Willi-Schillig-Stadion zum brisanten Nachbarderby zwischen dem VfL Frohnlach (15./23 Punkte) und dem FC Coburg (17./17 Punkte). Für beide Klubs handelt es sich um ein Sechs-Punkte-Spiel.

Landesliga Nordwest

VfL Frohnlach - FC Coburg

Die eindeutige Favoritenstellung genießen die Hausherren, die mit drei Siegen und drei Unentschieden aus ihren vergangenen sechs Begegnungen zwölf Punkte holten. Die Vestestädter reisen mit der Hypothek einer 1:4-Heimschlappe gegen den FC Lichtenfels an, bei der sie zum wiederholten Male nach einem frühen Rückstand den Schalter nicht umzulegen vermochten und in vielen Eins-gegen-eins-Situationen den Korbstädtern unterlegen waren.

"Wir wollen selbstbewusst in diesen Nachbarrivalenkampf gehen und diesen unbedingt für uns entscheiden. Nach dieser Begegnung wird man sehen, ob wir erhobenen Hauptes überwintern können oder mit einem miesen Gefühl", betont der Frohnlacher Sportliche Leiter Christian Tremel.

Was ihn nervt, ist die Tatsache, dass der VfL trotz seines beachtlichen Laufes tabellarisch nicht von der Stelle gekommen und noch immer in die Abstiegsrelegation verstrickt ist. Schuld daran ist der Aufstand vieler Kellerkinder, die ebenfalls überdurchschnittlich punkteten.

Für die Vestekicker gleicht der Status quo fast schon einem Supergau. Mit nur vier Siegen, fünf Remis und zwölf Niederlagen dümpeln sie punktgleich mit dem Schlusslicht TuS Röllbach auf den direkten Abstiegsrängen dahin. Bei einem erneuten Scheitern würde der direkte Ligaverbleib in weite Ferne rücken. Einen kleinen Hoffnungsschimmer beinhaltet die bisherige Auswärtsstatistik. Elf ihrer 17 Zähler sammelten die Schützlinge von Trainer Frederic Martin auf fremden Plätzen.

Die Fans aus beiden Lagern erhoffen sich eine ebenso packende Auseinandersetzung wie im Hinspiel am 2. August, als sich die Wischi-Elf vor der Rekordkulisse von 980 Zuschauern auf der Dr.-Stocke-Anlage etwas glücklich mit 2:1 durchsetzte. Adrian Guhling für die Platzherren sowie Kevin Hartmann und Tayfun Özdemir für die Gäste waren die Torschützen.

"Das heutige Aufeinandertreffen wird auf alle Fälle durchgeführt, auch wenn die Witterung sich verschlechtern sollte. Unser Platz befindet sich in einem sehr guten Zustand und wir sind gut drauf. Das jüngste 1:1 beim Vierten SV Memmelsdorf bestätigte dies. Darauf bauen wir", bekennt Tremel.

Die Truppe von Spielertrainer Bastian Renk dürfte in der Offensive Vorteile besitzen. In der Abwehr hapert es auf beiden Seiten. Frohnlach kassierte mit 58 Gegentreffern die meisten Einschläge der Liga, Coburg mit 41 die drittmeisten. Bis auf Dominik Schmitt können die Gastgeber ihren kompletten Kader aufbieten. Der Neuzugang, der seit Mitte Oktober viel zum Aufschwung beigetragen hat, muss wegen einer in Memmelsdorf erlittenen Adduktorenverletzung pausieren.

"Wir dürfen den Kontakt zu den vor uns platzierten Mannschaften nicht abreißen lassen. Um das zu realisieren, müssen wir ein anderes Gesicht zeigen als gegen die Lichtenfelser. Vor allem gilt es die Zweikämpfe anzunehmen und mannschaftlich geschlossen zu agieren. Wir benötigen einen positiven Jahresabschluss", fordert der FCC-Übungsleiter Martin. Mehrere Ausfälle gilt es neben dem Langzeitverletzten Dennis Kolb zu kompensieren. Gökhan Sener laboriert an einer Schulterblessur, Rene Knie an einer Knöchelverletzung. Beruflich verhindert sind Maximilian Weinreich und Stammkeeper Oleksandr Churilov. Für ihn zwischen den Pfosten stehen wird erstmals in dieser Saison das talentierte Eigengewächs Luis Krempel.

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