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Coburg
Natur

Der Weltbienentag erinnert an den Gründer der modernen Imkerei

Sie gehören zu den Fleißigsten im Wald, und wohl kaum jemand ist ihnen noch nicht begegnet - den Bienen. Mittlerweile ist der Wald sogar mancherorts zur wichtigsten Nektar- und Pollenquelle für Bienen...
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Eine Imkerin kümmert sich um ihre Bienenvölker, die im Staatswald willkommene Gäste sind. Foto: BaySF
Eine Imkerin kümmert sich um ihre Bienenvölker, die im Staatswald willkommene Gäste sind. Foto: BaySF
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Sie gehören zu den Fleißigsten im Wald, und wohl kaum jemand ist ihnen noch nicht begegnet - den Bienen. Mittlerweile ist der Wald sogar mancherorts zur wichtigsten Nektar- und Pollenquelle für Bienen geworden. Aber auch der Forst profitiert von mehr Bienen, weiß Albert Schrenker als Leiter des Forstbetriebs Coburg der Bayerischen Staatsforsten (BaySF). Daher freut es ihn, dass auf der Fläche des Betriebs etwa 15 Bienenvölker zu Hause sind.

Die Honig- und Wildbienen bestäuben die im Wald vorherrschenden Blütenpflanzen. Und das ist wichtig: Rund 90 Prozent aller Pflanzen sind auf Fremdbestäubung angewiesen. Eine optimale Bestäubung gewährleistet eine bessere Qualität von Früchten und Samen, eine höhere genetische Vielfalt und eine größere Biodiversität des Lebensraumes, heißt es in einer Mitteilung der BaySF zum heutigen Weltbienentag.

Die Bayerischen Staatsforsten und die drei großen Bayerischen Imkerverbände - Landesverband Bayerischer Imker, Verband Bayerischer Bienenzüchter und Bayerische Imkervereinigung - setzen sich deshalb gemeinsam für die Bienen in Bayern ein. Zum Beispiel indem in den Wäldern und Flächen im bayerischen Staatswald mehr Lebensräume für Bienen geschaffen werden. Auch der Waldumbau hin zu Mischwäldern trägt dazu bei, mehr Lebensraum für Wild- und Honigbiene zu generieren.

In den strukturreichen Wäldern und an den Waldrändern gibt es ein vielfältiges Nahrungsangebot bis weit in den Sommer hinein, wenn anderorts nur noch wenig blüht. Zudem wurde der Austausch zwischen Förstern und Imkern gestärkt. Ergänzend stellen alle staatlichen Forstbetriebe in Bayern für Hobbyimker als auch für Imkervereine kostenfrei Flächen für das Aufstellen von Bienenvölkern zur Verfügung. Dazu müssen Hobbyimker nur bei ihrem zuständigen Forstbetrieb anfragen.

Auch Wildbienen profitieren. Während Honigbienen ausnahmslos in Bienenstöcken leben und dort Völker mit bis zu 50 000 Individuen bilden, stellen Wildbienen meist als Einsiedler sehr unterschiedliche Ansprüche an ihre Nistplätze. Etwa die Hälfte der bekannten Wildbienenarten nistet sogar unter der Erde und nutzt dazu häufig von anderen Insekten gebaute Gänge als Bruthöhle. Sogar leere Schneckenhäuser oder Pflanzenstängel sind beliebte Lebensräume - und besonders gerne auch morsches Holz, sogenanntes Biotopholz, wie es in den heimischen Wäldern seit vielen Jahren verstärkt von den Förstern der Bayerischen Staatsforsten angereichert wird, so die BaySF.

In künftigen Planungen der Forstbetriebe und den regionalen Naturschutzkonzepten werden die Ansprüche der Bienen noch stärker als bisher berücksichtigt und so die positiven Auswirkungen von Bienen auf den Wald verstärkt.

Erinnerung an einen Pionier

Der Weltbienentag wird seit 2018 am 20. Mai gefeiert. An diesem Tag wurde 1734 der Pionier der modernen Imkerei, Anton Janša, geboren. red

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