Laden...
Ebern
Hilfsorganisation

Der "Weiße Ring" berät die Opfer von Kriminalität und Gewalt künftig per Telefon

Die derzeitige Situation zwingt viele Menschen, ihr Leben, ihre Gewohnheiten und ihre Kontakte zu überdenken und zu ändern. Davon sind auch die Mitarbeiter des "Weißen Rings" bei ihrer ehrenamtlichen ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Helmut Will
Helmut Will

Die derzeitige Situation zwingt viele Menschen, ihr Leben, ihre Gewohnheiten und ihre Kontakte zu überdenken und zu ändern. Davon sind auch die Mitarbeiter des "Weißen Rings" bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit betroffen. Die Opfer von Kriminalität und Gewalt sollen darunter allerdings nicht leiden und weiter betreut werden. Allerdings anders als bisher, ohne persönliche Kontakte, sagt Helmut Will, Außenstellenleiter des "Weißen Rings" in den Landkreisen Haßberge, Coburg-Land und -Stadt und stellvertretender Landesvorsitzender für Bayern-Nord.

"Auch wir Ehrenamtliche wollen uns bei unserer Arbeit schützen und vermutlich möchten auch die meisten Opfer nicht in der gegenwärtigen Situation persönlichen Kontakt", sagt Will. Deshalb werden seine Mitarbeiter und er bis auf weiteres Opfer telefonisch beraten und sich so die Zeit für deren Anliegen nehmen. Die erforderlichen Unterlagen werden den Opfern auf dem Postweg zugesandt mit der Bitte, diese gewissenhaft auszufüllen. "Sollte das eine oder andere Opfer aufgrund psychischer Probleme eventuell dazu nicht in der Lage sein, kann es sich Hilfe von Vertrauenspersonen holen", so Helmut Will. Es könne auch jederzeit telefonisch Kontakt mit den Opferhelfern aufgenommen werden, die Hilfestellung geben. Die Opfer werden einen Freiumschlag erhalten, so dass sie die ausgefüllten Unterlagen an Mitarbeiter, die sich der Sache annehmen, zurückschicken können. Eine große Zeitverzögerung dürfte hierdurch nicht entstehen. Da der "Weiße Ring" auch materielle Hilfen in Form von Beratungsschecks, für einen Rechtsbeistand oder für eine psychotraumatologische Erstberatung und tatbedingte finanzielle Sofort- oder Opferhilfe leistet, wird auch dafür ein Weg gefunden. Die Beratungsschecks können ebenfalls per Post übermittelt werden, finanzielle Hilfen werden auf das Konto des Opfers überwiesen. "Diese Maßnahmen wurden uns von der Bundesgeschäftsstelle des ,Weißen Rings' in Mainz und unserem Bundesvorsitzenden angeraten. Sie sind sinnvoll und gegenwärtig unumgänglich", erklärt Will. "Wir wissen, dass persönliche Kontakte mehr Vertrauen schaffen, aber ich bitte alle, die sich als Opfer an den ,Weißen Ring' wenden und Hilfe wünschen, den vorgeschlagenen Weg zu akzeptieren", sagt er.

Will ist wie folgt zu erreichen: Ruf 09531/943516 oder Handy 0151-55164794 oder auch unter wr-hassberge@t-online.de, und weitere Informationen gibt es unter www.weisser-ring.de oder via Opfertelefon 116006. hw