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Lichtenfels
Verkehr

Der Weidener Berg wird für eine Woche komplett gesperrt

Die Kreisstraße Lif 19 muss aufgrund von Felssicherungsarbeiten am Weidener Berg vom Montag, 29. Oktober, ab 8 Uhr bis einschließlich Samstag, 3. November, voll gesperrt werden. Darüber informiert das...
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Die Kreisstraße Lif 19 muss aufgrund von Felssicherungsarbeiten am Weidener Berg vom Montag, 29. Oktober, ab 8 Uhr bis einschließlich Samstag, 3. November, voll gesperrt werden. Darüber informiert das Landratsamt. Die Umleitung erfolgt demnach über Wunkendorf-Modschiedel-Weiden und umgekehrt in Gegenrichtung. "Mit den geplanten Maßnahmen soll die Verkehrssicherheit auf der Lif 19 in Bezug auf Steinschlag verbessert werden. Hier kam es in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen", erläutert Heiko Tremel, Leiter des Kreisbauhofs.

Steinschläge nehmen zu

Das Kleinziegenfelder Tal zeichnet sich einerseits durch die reizvolle Jura-Landschaft aus, doch birgt diese mit ihrem Kalkgestein und den steilen Felsen direkt an der Straße der Mitteilung zufolge auch Gefahren. In den vergangenen Wochen und Monaten haben die Steinschläge - begünstigt durch extreme Wetterereignisse - zugenommen. Immer häufiger landete gelockertes Gestein auf der Fahrbahn, was wiederum eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer darstellt.

Gemeinsam suchten Kreisbauhof, Naturschutzbehörde, Stadt Weismain und geologische Gutachter nach Lösungen, die sowohl der Verkehrssicherheit als auch den Naturschutzbelangen Rechnung tragen. Denn das Kleinziegenfelder Tal ist einer der letzten Naturräume, wo in Bayern noch der stark gefährdete Apollofalter vorkommt. Im Rahmen des Artenhilfsprogramms konnte seit den 1990er Jahren wieder eine stabile Population aufgebaut werden.

Beengte Verhältnisse

Nun wurden Sicherungsmaßnahmen gefunden, die die Biotope erhalten und auch die Gefahren für die Verkehrsteilnehmer bannen. Ein Zaun, eine Gabionenmauer sowie Planken entlang der Straße sollen vor herabfallenden Steinen schützen. "Aufgrund der beidseitigen Schutzplanken entstehen leider etwas beengte Fahrbahnverhältnisse, die gerade für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge oft eine Behinderung darstellen", so Tremel. "Wir bitten deshalb die Verkehrsteilnehmer um gegenseitige Rücksichtnahme und um Verständnis für diese Kompromissmaßnahme zwischen Naturschutz und Verkehrssicherheit." red

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