Nordhalben

Der Wasserspiegel in der Ködeltalsperre ist so niedrig wie lange nicht mehr

von unserem Mitarbeiter michael wunder Nordhalben — In der Ködeltalsperre im Frankenwald, die ganz Oberfranken mit Trinkwasser versorgt, herrscht Ebbe: Der Einlaufbereich des Haupt...
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Die Ködeltalsperre hat derzeit einen relativ niedrigen Wasserstand. Grund zur Sorge gibt es allerdings für die Trinkwasserversorgung nicht. Besonders am Einlauf vom Vorsee kann man die Sohle des Sees schon deutlich erkennen.  Foto: Michael Wunder
Die Ködeltalsperre hat derzeit einen relativ niedrigen Wasserstand. Grund zur Sorge gibt es allerdings für die Trinkwasserversorgung nicht. Besonders am Einlauf vom Vorsee kann man die Sohle des Sees schon deutlich erkennen. Foto: Michael Wunder
von unserem Mitarbeiter michael wunder

Nordhalben — In der Ködeltalsperre im Frankenwald, die ganz Oberfranken mit Trinkwasser versorgt, herrscht Ebbe: Der Einlaufbereich des Hauptsees ist bis zur Sohle leer. Doch die Verantwortlichen geben Entwarnung.
Der Vorspeicher werde immer voll gehalten, sagt der Betriebsleiter Hans-Georg Knoll. Man nutzt derzeit den niedrigen Wasserstand aus, um Reparaturarbeiten am Einlaufbauwerk durchzuführen.
Die Lage sei nicht besorgniserregend, meint der zuständige Abteilungsleiter am Wasserwirtschaftsamt Kronach, Matthias Schrepfermann, auf Nachfrage. "Die Trinkwasserversorgung ist auch bei diesem Höhenstand des Sees gesichert, der See ist immerhin noch zu 63 Prozent gefüllt", sagte er. Reserven seien nach wie vor vorhanden, selbst bei zwei weiteren Trockenjahren würde dies noch ausreichen.
Zurückzuführen ist der niedrige Seewasserspiegel - er liegt rund sieben Meter niedriger als in den Vorjahren - auf die fehlende Schneeschmelze und weniger Niederschlag. "Wir hatten in den vergangenen Jahren rund fünf Millionen Kubikmeter Wasser aus der Schneeschmelze, im vergangenen Winter waren es gerade mal 0,4 Millionen Kubikmeter", rechnete Schrepfermann die fehlende Menge auf. Darüber hinaus seien die Niederschläge seit vergangenem Herbst deutlich niedriger gewesen als in der Zeit davor. Die Niederschlagsmenge lag aktuell bei 770 Liter pro Quadratmeter, im gleichen Zeitraum vorher bei rund 950 Liter.

Natur saugt den neuen Regen auf

Allein die Differenz von 180 Liter pro Quadratmeter macht umgerechnet eine Höhe von etwa sieben Meter im oberen Bereich des Sees aus. Derzeit nehme die Natur den Regen der vergangenen Tage auf, so dass sich der Niederschlag am Höhenstand nur unwesentlich bemerkbar machte.

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