Laden...
Lützelbuch
coburg.inFranken.de 

Der Verkehrslandeplatz, die Stromtrassen und Hundekot im Stadtteil waren die Themen

Der Bürgerverein Coburg-Lützelbuch hat die Verwaltung der Rolf-Forkel-Halle in die Hände der Stadt Coburg übergeben. Der Bürgervereinsvorsitzende Dietmar Wächter, der als Ortssprecher Lützelbuch auch ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Bürgerverein Lützelbuch ehrte seine Rubinjubilare (von links): Dietmar Wächter, Josef Hecher, Katja Hecher, Volker Fertsch, Margita Scheler, Sabine Fertsch, Inge Welsch, Torsten Scheler.
Der Bürgerverein Lützelbuch ehrte seine Rubinjubilare (von links): Dietmar Wächter, Josef Hecher, Katja Hecher, Volker Fertsch, Margita Scheler, Sabine Fertsch, Inge Welsch, Torsten Scheler.
+1 Bild

Der Bürgerverein Coburg-Lützelbuch hat die Verwaltung der Rolf-Forkel-Halle in die Hände der Stadt Coburg übergeben. Der Bürgervereinsvorsitzende Dietmar Wächter, der als Ortssprecher Lützelbuch auch im Coburger Stadtrat vertritt, dankte bei der Hauptversammlung auch dem langjährigen Hausverwalter Aribert Florschütz, der sich nahezu zwei Jahrzehnte lang ehrenamtlich um die Lützelbucher Mehrzweckhalle gekümmert hatte. Jetzt gibt es mit Michael Pfeuffer einen von der Stadt Coburg fest angestellten Hausmeister. "Verschiedene Rechte des Bürgervereins, wie die kostenlose Nutzung der Halle und der Küche, wurden bestätigt", freute sich Dietmar Wächter.

Fans des Verkehrslandeplatzes auf der Brandensteinsebene sind die Bürger des Coburger Ostens ja nicht gerade. Inzwischen sei das Planfeststellungsverfahren für den nunmehr gescheiterten Verkehrslandeplatz in der Gemeinde Meeder eingestellt worden, stellte der Bürgervereinsvorsitzende fest. "Ab 1. Januar 2020 gilt eine genehmigte und unbefristete Verlängerung des Flugbetriebes für den Instrumentenflug durch das Luftfahrtamt Nordbayern." Bis 2021 soll die Anflugbefeuerung mit zusätzlich sechs Masten erweitert werden. Außerdem stehen die Sanierung der Start- und Landebahn, eine Mittellinienbefeuerung, eine neue Wetterstation, die Tankstelle, die Sanierung des Towers, eine Umzäunung und die direkte Straßenanbindung des Flugplatzes auf dem Programm. Die Tankstelle wird von der SÜC Bus und Aquaria betrieben werden. Die Ertüchtigung des Flugplatzes soll nach aktueller Schätzung etwa 5,6 Millionen Euro kosten.

Gedämpft war die Stimmung auch, als der Vorsitzende sich zum Thema Stromtrassenausbau äußerte. "Eigentlich hatte die Politik signalisiert, die Stromtrasse durch das Coburger Land sei vom Tisch", klagte Wächter. Die Stromtrasse P 44 stehe aber immer noch im Netzentwicklungsplan, sagte der Vorsitzende und betonte: "Die Planungen für Proteste gegen die P 44 wurden wieder aufgenommen." Die Lützelbucher Bürger ärgern sich über die Verschmutzung ihrer Fahrrad- und Gehwege durch Hundekot. In der Grünflächensatzung der Stadt Coburg ist inzwischen sogar eine Beseitigungspflicht für die Hundeexkremente eingebaut. Der Vize des Bürgervereins, Torsten Scheler, ist beim Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb (CEB) mit der Bitte um die Aufstellung von Hundekottütenspender vorstellig geworden. Das hat aber nichts genutzt. Wächter und Scheler richteten aber an die Hundehalter ersatzweise einen Aufruf: "Wir als Bürgerverein können deshalb nur an das Gewissen und die Moral von Hundehaltern appellieren, den Hundekot zu beseitigen."

Dietmar Wächter erinnerte daran, dass die Coburger Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Gais in Südtirol im nächsten Jahr 2020 50 Jahre alt wird. Die Ideensammlung zur Feier des Jubiläums habe schon begonnen.

Die Neuwahlen bestätigten den Vorsitzenden Dietmar Wächter und seinen Stellvertreter Torsten Scheler an der Bürgervereinsspitze. Schatzmeisterin bleibt Sabine Fertsch, Conelia Gradwohl löst Christine Knauf als Schriftführerin ab. Im Beirat unterstützen künftig Christine Knauf, Sven Scheler, Evi Hein, Josef Hecher und Peter Gradwohl den Vorstand. Neue Kassenprüfer sind Jürgen Jäckel und Herbert Hein.

Dietmar Wächter und sein Stellvertreter Torsten Scheler ehrten einige Mitglieder des Bürgervereins für ihre langjährige Treue und für ihren Einsatz: für 25 Jahre Mitgliedschaft Karin Erben, Edda Fink, Heike Fink, Axel Fink, Werner Göbel, Irena Göbel, Heike Frank, Norbert Krug, Claudia Grub, Holger Schneiderbanger und Gabi Schneiderbanger; für 40 Jahre Sabine Fertsch, Volker Fertsch, Katja Hecher, Josef Hecher, Christa Hein, Jürgen Knauf, Ursula Hennemann, Margita Scheler, Gisela Stüpfert und Inge Welsch.

Aribert Florschütz galt ein besonderer Dank, weil er sich fast zwei Jahrzehnte lang um die Rolf-Forkel-Halle gekümmert hatte. Martin Koch