Neundorf bei Coburg
jubiläum

Der Verein ist eine Institution dank der gelebten Gemeinschaft

Der Weitramsdorfer Ortsteil hat seinen dörflichen und wunderschönen Charakter auch dem Obst- und Gartenbauverein (OGV) zu verdanken. Somit bestand aller Grund, ein Dankeschön zu sagen, wovon beim Fest...
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Der engere Vorstand im Jubiläumsjahr (von links): Schriftführer Albert Sixt, Zweite Vorsitzende Daniela Brüger, Vorsitzende Pia Dohles, Kassiererin Maria Schramm  Foto: Lothar Weidner
Der engere Vorstand im Jubiläumsjahr (von links): Schriftführer Albert Sixt, Zweite Vorsitzende Daniela Brüger, Vorsitzende Pia Dohles, Kassiererin Maria Schramm Foto: Lothar Weidner

Der Weitramsdorfer Ortsteil hat seinen dörflichen und wunderschönen Charakter auch dem Obst- und Gartenbauverein (OGV) zu verdanken. Somit bestand aller Grund, ein Dankeschön zu sagen, wovon beim Festkommers anlässlich des 125-jährigen Bestehens am Samstag im Festzelt reichlich Gebrauch gemacht wurde. Immerhin ist der 143 Mitglieder umfassende Verein unter dem Vorsitz von Pia Dohles nicht mehr aus dem Geschehen Neundorfs wegzudenken - er ist eine Institution dank der gelebten Gemeinschaft. Sehr hervorzuheben ist die Jugendarbeit, die in die Gruppe "Gartenwichtel" gesteckt wird.

Der Festabend stand unter dem Motto: "Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 125 Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." Gleich zwei Schirmherren wurden aufgeboten, Landrat Sebastian Straubel (CSU/LV) und MdL Martin Mittag (CSU). Straubel, der die Jugendarbeit lobte, meinte obendrein, dass wertvolle Arbeit für das Ortsbild, für die Pflege der Kultur und für die Gemeinschaft geleistet werde, und ergänzte: "Es besteht in Neundorf ein guter Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu schauen."

"Arbeit trägt Früchte"

Mittag sagte: "Ihr könnt stolz auf 125 Jahre sein. Hier wird Nachhaltigkeit aus Überzeugung geleistet." Bürgermeister Wolfgang Bauersachs staunte selbst, dass Neundorf als kleiner Ort so eine rege Vereinstätigkeit besitze, und meinte, der OGV stehe wie ein kräftiger Baum da.

Pfarrer Erhard Schupp zelebrierte eingangs einen Wortgottesdienst. "Die Arbeit für Gott trägt gute Früchte in Neundorfs Gärten." Den Festakt untermalten die Schola Akanamandla mit einfühlsamen Liedvorträgen.

"Aufgebaut und erhalten"

Vorsitzende Pia Dohles hielt die Festrede, wobei sie meinte, dass es einiges aus 125 Jahren zu erzählen gäbe, da der Verein vieles auf die Beine gestellt habe. "Man hat etwas aufgebaut, es erreicht und am Leben erhalten. Nur wenn etwas stabil und sicher funktioniert, kann es so lange existieren", charakterisierte sie "ihren" Obst- und Gartenbauverein. Es gebe keine Ermüdungserscheinungen, was auch die Vorbereitungen zur Jubiläumsfeier betreffe, denn mit viel Liebe und Engagement sei diese auf die Beine gestellt worden. "Wir arbeiten miteinander und Hand in Hand und haben Spaß an der Geselligkeit", resümierte Pia Dohles.

Der folgende Sonntag stand ganz im Zeichen eines kleinen Gartenmarktes, an dem die Kindergruppe "Gartenwichtel" mitwirkte. Natürlich präsentierte der Jubelverein auch Gärten. Es waren neun an der Zahl. Fachliche Führungen bereiteten den interessierten Gästen tolle Einblicke unter anderem in Gemüsegärten, Streuobstwiesen, bäuerliche Vorgärten und Naturgärten mit Teichen.

Zum Abschluss des Jubiläums feierten die Neundorfer noch einmal gemütlich. Der Nachmittag wurde geprägt von Ehrungen langjähriger Mitglieder, wobei die Blaskapelle Neundorf die Auszeichnungen musikalisch gestaltete. dav

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