Weitramsdorf

Der TSV Weitramsdorf befindet sich im Umbruch

Knapp 60 Mitglieder waren zur Hauptversammlung des TSV Weitramsdorf ins Sportheim gekommen, darunter waren auch drei der vier Bürgermeisterkandidaten. Wolfgang Friedrich, im letzten Jahr seiner über 4...
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Knapp 60 Mitglieder waren zur Hauptversammlung des TSV Weitramsdorf ins Sportheim gekommen, darunter waren auch drei der vier Bürgermeisterkandidaten. Wolfgang Friedrich, im letzten Jahr seiner über 40-jährigen Amtszeit als Vorsitzender, berichtete von einem arbeitsreichen und intensivem Jahr. So sei das Kultur- und Freizeitleben der Gemeinde durch die Kerwa und die zum zweiten Mal in größerem Rahmen durchgeführte "Dorfweihnacht" vom Verein mitgestaltet worden. Mit über 550 Mitgliedern dürfte der TSV auch weiterhin der größte Verein der Gemeinde sein.

Ein Problem für die Turnabteilung sei, dass die Schulturnhalle beziehungsweise die dort gelagerten Geräte nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Auch das Fahrverbot in der Schulstraße (die Zufahrt ist tagsüber nur für Anwohner erlaubt) erschwere derzeit die Durchführung von Turnstunden. Beim TSV sei man aber zuversichtlich, hier eine Lösung zu finden.

Der Vorstand arbeite intensiv daran, die internen Prozesse des Vereins an moderne Gegebenheiten anzupassen. So sei neben IP-Telefonie und Internetanschluss (WLAN im Sportheim) auch ein Büroarbeitsplatz eingerichtet worden. Das bargeldlose Bezahlen des "Deckels" per EC/Kredit-Karte oder Handy-App im vereinseigenen Sportheim werde derzeit getestet. Der Vorstand sei sich bewusst, dass hier noch eine Menge Arbeit und Veränderung auf den Verein warte, aber man habe sich dazu entschlossen, den Weg konsequent weiterzugehen.

Finanziell, so konnte Finanzvorstand Margit Friedrich berichten, ist der Verein weiterhin nicht auf Rosen gebettet. Jörg Bissot gab einen Überblick über die Finanzströme des TSV. So sagte er: "Auch 2019 war es wieder so, dass die Energiekosten (Öl und Strom) den Verein mit über 15 000 Euro belasten. So kommen durch das Klimapaket ab 2021 im ersten Jahr (Tendenz steigend) auf den Verein über 1000 Euro an Mehrkosten zu. Eine neue Heizung, eine energetische Sanierung oder andere Maßnahmen zur Reduzierung der finanziellen Belastung kosten im ersten Schritt sehr viel Geld, welches der Verein leider nicht aus der berühmten Portokasse holen kann. Dazu kommen noch Darlehensrückzahlungen von etwa 10 000 Euro, so dass der finanzielle Spielraum des TSV Weitramsdorf doch etwas begrenzt ist."

Ein großes Thema zeichnet sich jetzt schon ab. Mit Aufgabe der Vereinsämter von Wolfgang Friedrich (Vorsitzender) und seiner Frau Margit (Finanzvorstand) wird Anfang 2021 das große "Stühlerücken" anstehen. Die Verantwortlichkeiten sind neu zu besetzen, was gerade in Zeiten des Umbruchs und der Neustrukturierung mit entsprechendem Einsatz verbunden sein wird. "Ruhige Posten muss man sich woanders suchen", heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Daneben sucht der Verein nach dem Tod des langjährigen Event-Verantwortlichen Michael Tetzlaff im Herbst 2019 auch hier einen adäquaten Ersatz. Ob die Position mit bereits aktiven Vorstandskollegen oder aber durch neue Kräfte besetzt werden kann, wird sich 2021 bei der nächsten Hauptversammlung zeigen. Sicher sei, so die Mitteilung, dass der Vorstand hier ein Ohr bei den Mitgliedern habe. Sicherlich sei man für jede Hand dankbar, die sich hebt, weil jemand Verantwortung übernehmen möchte.

Vorschlag an die Verlierer

Im Redebeitrag von Jörg Bissot wurde den drei anwesenden Bürgermeisterkandidaten aus Weitramsdorf im Zusammenhang mit der Besetzung der Vorstandsposten 2021 folgender Vorschlag gemacht: "Da ja nur einer von den vier Kandidaten gewinnen kann, haben die drei Unterlegenen ja ab Mitte März Zeit und könnten sich gerne in der Vorstandschaft des TSV Weitramsdorf engagieren." Ob von diesem Angebot Gebrauch gemacht wird, werde die Zukunft zeigen, schließt der Bericht über die TSV-Hauptversammlung, die nach zweieinhalb Stunden mit dem Sportlergruß zu Ende ging. red

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