Bamberg

Der süße Lockstoff brachte wieder viele Kunden auf den Maxplatz

Bamberg — Unmittelbar vor Beginn der Fastenzeit haben sich viele Bamberger noch mit zuckersüßem Vorrat eingedeckt: beim traditionellen Honigmarkt, der am ge...
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Die Bamberger lieben ihren Honigmarkt - und kauften auch gestern wieder tüchtig ein.  Foto: Stella Madlener
Die Bamberger lieben ihren Honigmarkt - und kauften auch gestern wieder tüchtig ein. Foto: Stella Madlener
Bamberg — Unmittelbar vor Beginn der Fastenzeit haben sich viele Bamberger noch mit zuckersüßem Vorrat eingedeckt: beim traditionellen Honigmarkt, der am gestrigen Faschingsdienstag wieder auf dem Maxplatz stattfand.
Wie jedes Jahr erfreute sich der von der Stadt Bamberg organisierte Markt, bei dem sechs Anbieter ihre Stände aufgestellt hatten, großer Beliebtheit. Schleckermäuler eines jeden Alters probierten sich durch die vielen Honigsorten, die von Imkern aus Stadt und Landkreis angeboten wurden , und deckten sich mit Honigerzeugnissen ein.


Große Auswahl und Variabilität

An jedem einzelnen Stand wurden verschiedene regionale Honigsorten angeboten. "Insgesamt haben wir sechs Sorten und zusätzlich noch sieben besondere Mischungen wie Honig mit Vanille-, Zimt- oder Ingwergeschmack", erklärte Imker Khristo Dimov. Er berichtete, dass bei ihm dieses Jahr der Sommerblütenhonig am meisten gefragt ist.
Die Nachfrage variiert jedoch von Stand zu Stand: Imker Stefan Feulner, der insgesamt elf Sorten im Angebot hat, verkaufte von seinem Waldhonig am meisten. Simone Machinek von der gleichnamigen Imkerei, deren gestriges Sortiment 21 verschiedene Honige umfasste, konnte mit Löwenzahnhonig den meisten Umsatz erzielen. Insgesamt reichten die Preise auf dem diesjährigen Markt pro Pfund von 4,50 Euro für Blütenhonig bis zu 9 Euro - beispielsweise für Fenchelhonig.
Zu der großen Auswahl und Variabilität kommt es dadurch, dass jede Imkerei mehrere selbst produzierte Honigsorten anbietet, aber gleichzeitig die Möglichkeit besteht, an besondere Honigsorten der Region heranzukommen und diese in Bamberg auf den Markt zu bringen. Diese "Vermittlung" übernehmen der Imkerverein Bamberg und Umgebung und die Süddeutsche Imkergenossenschaft e.G. "Wir tauschen untereinander viel aus und können so eine breite Palette an besonderen und verschiedenen Sorten anbieten", sagt Stefan Feulner.
Wieso aber sollte der Verbraucher den Honig auf dem Markt kaufen statt im Supermarkt? "Ich kaufe seit Jahren meinen Honig am Faschingsdienstag immer bei der selben Imkerei. So weiß ich einfach, wer ihn produziert hat, wo er herkommt und was drin ist", sagt Kundin Susanne Braun. Ihrer Meinung nach ist es wichtig, regionale Imker und den alljährlichen Markt zu unterstützen.
Der gleichen Meinung ist Ernst Müller, ein Kunde der Imkerei Machinek. Er kaufte gestern den hellen, "cremigen Honig", den es nicht überall gibt. "Man muss Imker und vor allem regionale Produkte unterstützen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Honig eventuell wertvoller und von besserer Qualität ist als der aus dem Supermarkt."
Übrigens sind alle Anbieter auf dem Honigmarkt davon überzeugt, dass sich das Imkerhandwerk zunehmenden Interesses erfreut. "Der Honigkonsum ist in den letzten fünf Jahren deutlich gestiegen, ebenso der Trend zum Imkern. Es gibt viel Nachwuchs", bestätigt Simone Machinek, dem Stefan Feulner beipflichtet. Und Khristo Dimov sagt: "Imkern und Honig kommt in Mode. Die Leute haben einfach verstanden, dass Bienenprodukte gesundheitsfördernd sind und auch tatsächlich helfen!" Damit dürfte die Tradition des Honigmarktes bis auf Weiteres gesichert sein.
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