Tennenlohe

Der Stub auf der Spur

Rund 90 Teilnehmer diskutierten bei einer Ortsbegehung, wo die Stadt-Umland-Bahn durch Tennenlohe führen soll.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ob an der Bushaltestelle "Kirche" künftig auch die Stub Station macht, wurde bei einer Ortsbegehung in Tennenlohe eifrig diskutiert. Foto: Birgit Raphael
Ob an der Bushaltestelle "Kirche" künftig auch die Stub Station macht, wurde bei einer Ortsbegehung in Tennenlohe eifrig diskutiert. Foto: Birgit Raphael
Die Frage, wie Tennenlohe an die Trasse der Stadt-Umland-Bahn (Stub) angebunden wird, bewegt laut einer Pressemitteilung des Zweckverbands Stadt-Umland-Bahn die Gemüter. Von den rund 90 Teilnehmern einer Ortsbegehung am Mittwoch kamen die meisten aus dem Ort selbst. Sie zeigten sich besonders interessiert an der Frage, wie nah die Stub an den Ort kommen sollte, um möglichst viele Menschen zu erreichen.
Während die einen eine schnelle Trassenführung entlang der B 4 befürworten, gibt es auch viele Stimmen, die das Gewerbegebiet mit mehreren Tausend Arbeitsplätzen und das Wohngebiet nördlich des Hutgrabens optimal erschlossen haben wollen. Genau hierzu hatte sich der Zweckverband ein Stimmungsbild erhofft, denn anders als bei den bisherigen Ortsbegehungen in Erlangen und Herzogenaurach liegen für die Trassenführung in Tennenlohe keine geprüften Varianten-Planungen vor.


Es geht noch nicht um Details

Die Veranstaltung orientierte sich an der 2012 vorgeschlagenen Trasse und den über die Forums-Veranstaltungen, den Online-Dialog und den Ortsbeirat eingereichten Vorschlägen. "Deshalb geht es heute zunächst um die Frage, wo der große Strich verlaufen soll", fasste der Verbandsvorsitzende, Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD), zusammen. Details seien im Vorfeld des Raumordnungsverfahrens noch nicht zu klären.
"Wir beziehen die Bürger ein, um den optimalen Trassenverlauf zu finden." Eine Vielzahl von Vorschlägen, auch für die Anbindung von Tennenlohe, waren im Februar und März über den Online-Dialog beim Zweckverband eingegangen. Sie wurden den Teilnehmern bei der rund zwei Kilometer langen Ortsbegehung entlang der Ursprungstrasse vorgestellt.
Der Geschäftsleiter des Zweckverbandes Daniel Große-Verspohl betonte, dass auch die Trasse von 2012 einige nicht ideale Stellen wie zwei enge Kurven am Wetterkreuz beinhalte. An dieser Stelle sei es durchaus denkbar, dass die Stub-Planung auch eine Neugestaltung der B4-Auffahrt am Wetterkreuz nach sich ziehe, welche auch für den Straßenverkehr einen besseren Verkehrsfluss ermöglichen könnte.
Besonders lebhaft wurde die Diskussion bei einem Halt südlich des Hutgrabens, zu dem ein Landwirt spontan eingeladen hatte. Dabei ging es um den Ausgleich von Flächen, die für die Stub gebraucht werden. Josef Weber, Baureferent der Stadt Erlangen, erläuterte ausführlich das gesetzliche Verfahren für die Ausweisung von Ausgleichsflächen.


Zwei weitere Begehungen

Nach weiteren kurzen Stationen an der Bushaltestelle "Kirche" und am Skulpturenpark endete die Veranstaltung in der Grundschule, wo die Teilnehmenden im direkten Austausch mit den Mitarbeitern von Zweckverband, Stadt und Planungsbüros über die ausgehängten Pläne diskutieren konnten.
Mit der Ortsbegehung in Büchenbach am 6. Juni und in Nürnberg am 12. Juli stehen noch zwei weitere lokale Termine auf der Agenda, bevor sich das gesamte Dialog-Forum am 13. Juli im Erlanger Redoutensaal zur nächsten Sitzung trifft. Dabei wird es um einen ersten Überblick über die vorgeschlagenen Varianten und die weitere Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens gehen. Aktuell werten Fachbüros die eingereichten Vorschläge auf Basis eines Kriterienkataloges aus und erheben die nötigen Daten. red


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren