Knetzgau
Politiker-besuch

Der starke Verkehr belastet Knetzgau

christiane Reuther Die beiden unterfränkischen Landtagsabgeordneten der Grünen, Kerstin Celina (Würzburg) und Paul Knoblach (Bergrheinfeld), besuchten am Donnerstagnachmittag die Gemeinde Knetzgau. Be...
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christiane Reuther Die beiden unterfränkischen Landtagsabgeordneten der Grünen, Kerstin Celina (Würzburg) und Paul Knoblach (Bergrheinfeld), besuchten am Donnerstagnachmittag die Gemeinde Knetzgau.

Bei einer Besichtigung der Dreiberg-Schule zeigten sich die Politiker beeindruckt von der technischen Ausstattung und dem modernen pädagogischen Konzept. Bürgermeister Stefan Paulus (SPD/CWG) stellte den Gästen, zu denen sich Gemeinderat Peter Werner (Grüne) und der Zeiler Stadt- und Kreisrat Harald Kuhn (Grüne) gesellten, kommunale Themen vor.

Stefan Paulus bemängelte, dass Knetzgau unter dem immer stärker werdenden Verkehrsaufkommen leide. Vor allem der Schwerlastverkehr in Knetzgau und in den drei Gemeindeteilen Westheim, Oberschwappach sowie Zell belaste die Bürger.

Paul Knoblach meinte, dass der zunehmende Personen- und Schwerlastverkehr die Bemühungen der Kommunen behindere, ihre Orte barrierefrei zu gestalten. "Die bürgerfreundlichste Barrierefreiheit nutzt nichts, wenn es immer schwerer wird, die Straße gefahrlos zu überqueren, weil der Verkehr so stark zunimmt", kommentierte der Politiker.

Die Trinkwasserversorgung, die viele Kommunen beschäftigt, sprach Paulus ebenfalls an. Zu geringe Niederschlagsmengen sorgten dafür, dass die Förderung von Trinkwasser aus den eigenen Brunnen der Kommunen ausgereizt sei.

Paulus betonte, dass die Qualität des Wassers wichtig ist. Dafür kaufe der Zweckverband Grundstücke auf, um die Wasserqualität positiv zu beeinflussen. Die Folge sind nach seiner Darstellung sehr geringe Nitratwerte, von denen der Bürger profitiere.

Ein Problem für viele Kommunen ist der "Klärschlammtourismus". Aus anderen Regionen Unterfrankens wird Klärschlamm auf heimischen Feldern ausgebracht. Die beiden Landtagsabgeordneten sprachen sich hier für mehr Unterstützung für die Kommunen aus. Es ist ihrer Meinung nach kon-traproduktiv und torpediert die Bemühungen der Kommunen, die Klärschlammentsorgung nachhaltig zu lösen, wenn der Klärschlamm unkontrolliert von wenigen "schwarzen Schafen" ausgebracht wird.

Einig waren sich die Kommunal- und Landespolitiker, dass der Flächenverbrauch in Bayern nachhaltiger und ressourcenschonender sein muss. Paulus verwies darauf, dass Knetzgau mit Förderprogrammen die Alt-orte stärken wolle. Das Ziel der Grünen-Politiker liegt darin, wie sie erklärte, dem maßlosen Flächenverbrauch Grenzen zu setzen, damit Bayern sein Gesicht nicht verliere. Jeden Tag verschwinden den Angaben zufolge in Bayern 13 Hektar Land unter Asphalt und Beton.

Sehr beeindruckt zeigten sich die Gäste vom geplanten Maininformationszentrum (MIZ). Sie versicherten, die Anstrengungen und das Engagement Knetzgaus zu unterstützen, zumal auch der Standort in Knetzgau ihrer Meinung nach berechtigt sei. "Ihr hattet diese tolle Idee, und es stehen fast alle Main-Kommunen hinter dem Konzept, das passt", lobten die beiden Landtagsabgeordneten.

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