Steinwiesen
Gemeinderat

Der Stadtumbau bleibt ein Schwerpunkt in Steinwiesen

Susanne Deuerling Steinwiesen — Informationen, Jahresrückschau und der Blick nach vorne waren Themen der letzten Marktgemeinderatsitzung in diesem Jahr. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Fortsc...
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Susanne Deuerling Steinwiesen — Informationen, Jahresrückschau und der Blick nach vorne waren Themen der letzten Marktgemeinderatsitzung in diesem Jahr. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Fortschreibung städtebaulicher Maßnahmen für 2019 und darüber hinaus. In 2019 wird die Sanierung der Silberbergstraße 1 (Altes Rathaus) weitergeführt. Außerdem die Gestaltung der Freifläche des Grundstückes Pfarrer Bayer Str. 1.

Machbarkeitsstudie kommt

Der Radweg bis Ortsmitte wurde ebenfalls für 2019 aufgenommen, genauso wie die Sanierung der alten Turnhalle zur Mehrzweckhalle mit insgesamt 1,5 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre. In 2019 soll nun die Machbarkeitsstudie den Vereinen vorgestellt werden. Insgesamt wurden in den letzten Jahren bereits über acht Millionen Euro förderfähige Kosten angemeldet, von denen bereits 5,36 Millionen genehmigt wurden. Der Rest wird in den kommenden Jahren abgerufen.

Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) gab einen kurzen Überblick über die letzte Sitzung des Schulverbandes Oberes Rodachtal. Die einzelnen Verbandsgemeinden müssen in ihren Gremien nun den Beschluss fassen, ob und wann der Schulverband aufgelöst und wie weiter verfahren wird. Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder schließen sie sich dem Schulverband Kronach II an oder sie schließen einen Schulvertrag mit dem Schulverband. "Wir favorisieren den Schulvertrag und werden hierüber in einer der nächsten Sitzungen abstimmen", erklärte Wunder.

Bei der letzten Sitzung des Zweckverbandes wurde nun beschlossen, dass die Investitionsumlage, die der Zweckverband Wasserversorgung Frankenwaldgruppe von den Gemeinden erheben wird, in einer Mischkalkulation von Hausanschlüssen und Einwohnerzahlen ermittelt wird. Insgesamt werden dies 6,0 Millionen Euro sein, davon entfallen auf den Markt Steinwiesen 669 000 Euro, die in Raten auf 20 Jahre aufgeteilt werden. Außerdem wird auf die Anschlussnehmer in Neufang und Birnbaum eine Erhöhung der Grundgebühr von 100 Euro zukommen. Diese Vorschläge müssen gerichtlich geprüft und abgesegnet, die Satzung angepasst werden, sagte Gerhard Wunder auf Nachfrage von Richard Rauh (SPD).

In seiner Rückschau auf das Jahr 2018 ging Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) unter anderem auf die Diskussionen um das geplante Feriendorf am Mühlberg ein. Bei Gegnern und Befürwortern habe das Projekt hohe Wellen geschlagen und sei teilweise in die Unsachlichkeit abgedriftet. "Wir wollten die Sache erst von der Regierung prüfen lassen und dann vorstellen. Rechtlich wäre eine Umsetzung schwierig geworden. Es hat keinen Sinn, ein Projekt zu verfolgen, das in ein oder zwei Jahren dann wieder gekippt werden kann", erklärte der Bürgermeister. Der Schwerpunkt im Markt Steinwiesen lag und liege auch wieder auf der Städtebauförderung und dem Stadtumbaumanagement. Besonders das Leerstandsmanagement stehe im Fokus. Durch die Nordostbayerninitiative sei es möglich geworden, Freiflächen zu schaffen und "Schandflecke" zu beseitigen.

Frischer Wind für das Hotel

Die interkommunale Zusammenarbeit im Oberen Rodachtal laufe mit der Stadt Wallenfels sehr gut. Im Bereich des Tourismus sei auch Nordhalben noch mit im Boot, und hier habe der Vertrag mit Sandra Heinz um ein Jahr verlängert werden können. Mit neuen Konzepten, bei denen die Staatsforsten auch Wandertouren mit anbieten, und vielen anderen Aktivitäten liege ein gutes Jahr vor den Orten. Auch das Hotel sei nun in festen Händen und mit Christoph Wagner ein Eigentümer vor Ort, der das Hotel wieder nach vorne bringt, denn für die Region sei dieses Projekt enorm wichtig.

Für die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat sagte Wunder Danke an das gesamte Gremium. "Wir finden stets über die Parteigrenzen hinweg einen Weg, um das Beste für die Bürger und unsere Heimatgemeinde zu erreichen", betonte der Bürgermeister. Und im Gemeinderat herrsche immer eine gesunde und demokratische Streitkultur, denn man müsse eben das Wünschenswerte mit dem Machbaren verknüpfen.

In Vertretung des erkrankten Fraktionssprechers der CSU, Jürgen Eckert, dankte dessen Stellvertreter Markus Merkl ebenfalls für das gute Miteinander. Man könne mit ruhigem Gewissen sagen, dass sich in Steinwiesen mit seinen Ortsteilen so einiges getan habe. Besonders sei hier das alte Rathaus, das Gerberhaus, die Dorferneuerung in Birnbaum und das neue Dorfgemeinschaftshaus in Schlegelshaid im Fokus. Der Schuldenstand konnte weiter abgebaut werden, dank der Stabilisierungshilfe der Regierung. Man werde auch alles daran setzen, den Investitionsplan und die Prioritätenliste konsequent abzuarbeiten. Jürgen Deuerling, Fraktionssprechers der SPD, dankte ebenfalls für die gute Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg. Man stelle an sich selbst hohe Ansprüche und habe deshalb auch viel erreicht.

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