Seßlach
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Der Seßlacher SPD-Ortsverein hat die ländliche Entwicklung im Blick

"Wir dürfen nicht nur in Beton und Asphalt investieren, sondern auch in den sozialen Zusammenhalt", sagte Carsten Höllein, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins ...
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SPD-Ortsvereinsvorsitzender Carsten Höllein (links) ehrte Dorchen Höllein für 25-jährige Mitgliedschaft und überreichte Manuel Brasch (Zweiter von rechts) das Parteibuch. Landrat Michael Busch (Mitte) und Bezirksrat Frank Rebhan gratulierten.  Foto: Corina Höllein
SPD-Ortsvereinsvorsitzender Carsten Höllein (links) ehrte Dorchen Höllein für 25-jährige Mitgliedschaft und überreichte Manuel Brasch (Zweiter von rechts) das Parteibuch. Landrat Michael Busch (Mitte) und Bezirksrat Frank Rebhan gratulierten. Foto: Corina Höllein
"Wir dürfen nicht nur in Beton und Asphalt investieren, sondern auch in den sozialen Zusammenhalt", sagte Carsten Höllein, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Seßlach, bei der Hauptversammlung im Haus der Bäuerin. Die Straßenbaumaßnahmen, die im Stadtgebiet laufen oder anstehen, zum Beispiel an der B 303 oder die Ortsdurchfahrt von Heilgersdorf, seien dringend notwendig. "Wir dürfen es aber nicht dabei belassen, die Menschen müssen sich in unseren Dörfern wohlfühlen", hob Höllein hervor. Schwerpunkt für die SPD-Fraktion seien deshalb die Dorferneuerungen in den Stadtteilen. "Die Bevölkerung macht sich gemeinsam Gedanken über ihre Zukunft", hob Stadtrat Wolfgang Brasch hervor. In Gleismuthhausen und Merlach hätten neue Maßnahmen begonnen, in Oberelldorf seien sie noch im Gange. An zwei Beispielen machte Höllein deutlich, in welchen Bereichen die Stadt aus Sicht der SPD in den nächsten Jahren Schwerpunkte setzen muss: "Wir brauchen mehr Sozialarbeit an unserer Mittelschule." Die Gesellschaft habe sich verändert, viele Familien könnten die klassische Erziehungsarbeit nicht mehr leisten, Lehrer könnten Defizite nicht allein ausgleichen. Ein weiteres Feld sei die Seniorenarbeit: "Auch hier brauchen wir als Folge des demografischen Wandels mehr professionelle Strukturen, weniger in der Betreuung, sondern mehr in der Prävention." Bisher habe die Stadt von einem reichhaltigen Vereinsangebot profitiert. Vieles hätten die Gemeinschaften auf die Beine gestellt und damit für Lebensqualität in den Stadtteilen gesorgt. "Das geht zunehmend zurück, Vereine haben Altersprobleme, finden keinen Vorsitzenden mehr, darüber müssen wir uns Gedanken machen." Er regte eine Art Konferenz an, zu der die Stadt alle Vereine einlädt.
Ein Vorzeigeprojekt nannte Höllein den Umbau des Freibades Autenhausen zum Naturbad. Was der Förderverein auf den Weg gebracht habe, sei bürgerliches Engagement im besten Sinne des Wortes. "Wer ländliche Entwicklung ernst nimmt, muss seine Infrastruktur erhalten und Lebensqualität sicherstellen", sagte Höllein. Einen Rückzug auf Pflichtaufgaben, deren Katalog der Gesetzgeber vor Jahrzehnten beschlossen habe, helfe im Jahr 2018 nicht weiter.
Eine besondere Ehrung hielt der Vorsitzende für seine Mutter Dorchen Höllein parat: Er zeichnete sie für 25 Jahre SPD-Mitgliedschaft aus. cahö
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