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Gößweinstein
Sport

Der Schulverbandsrat Gößweinstein ist für einen Neubau der Sporthalle

Die Grund- und Mittelschule Gößweinstein braucht dringend eine neue Schulsporthalle. Dies wurde während der Schulverbandssitzung im Lehrerzimmer deutlich. D...
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Die Grund- und Mittelschule Gößweinstein braucht dringend eine neue Schulsporthalle. Dies wurde während der Schulverbandssitzung im Lehrerzimmer deutlich. Denn die alte Turnhalle entspricht nicht mehr den Sicherheitsvorschriften und ist für die Anforderungen, die heute an den Schulsport gestellt werden, auch zu klein.
So gab es schon deutliche Einschränkungen bei einer Qualitätsprüfung, da die Entfernung zwischen den beiden Handballtoren nach den neuen Prüfungsrichtlinien zu gering ist. Dies berichtete unter anderem Schulleiterin Andrea Kohl. Dass Gößweinstein bald eine neue Turnhalle braucht, wurde schon im Marktgemeinderat diskutiert.
Nun machte der Schulverbandsrat, der sachlich für den Schulsport zuständig ist, Nägel mit Köpfen und gab eine Architektenexpertise in Auftrag. Diese soll mehrere Varianten - von der Sanierung der alten Halle bis zum Neubau einer weitaus größeren Zweifachturnhalle - untersuchen. Diese Varianten stellte der Baiersdorfer Architekt Norbert Siewertsen, der auch der Architekt der energetischen Schulhaussanierung ist, im Schulverbandsrat vor.
Nötig seien auf jeden Fall neue Umkleiden und Sanitärräume für Jungen und Mädchen sowie ein Raum für den Turnlehrer mit Duschmöglichkeit. Die Frage war auch, ob man eine neue Halle an einem anderen Standort baut. Dies hätte den Vorteil, dass man die alte Halle während der über ein Jahr dauernden Baumaßnahmen noch für den Schulsport nutzen könnte, bis sie abgerissen wird. Größter Nachteil wäre dann allerdings, dass eine neue Halle nicht mehr direkt vom Schulgebäude aus zu erreichen wäre.
Siewertsen hielt den jetzigen Standort der Turnhalle daher für optimal. Vor allem die Gößweinsteiner Gemeinderäte müssten entscheiden, wofür sie eine sanierte oder neue Halle nutzen möchten. Nur für den Schulsport oder auch für andere gesellschaftliche Veranstaltungen? Und vor allem müssten sie entscheiden, wie groß die neue Halle werden soll. Ob ausgelegt für 420 Sitzplätze in einer Einfeldhalle oder mit 1000 Sitzplätzen in einer Zweifeldhalle?
Bei letzterer Variante würde die neue Halle 1024 Quadratmeter groß und man bräuchte dafür mindestens 120 Autostellplätze. Dies wäre auch die teuerste Variante. Denn eine Zweifeldturnhalle mit unbeheiztem Übergang von der Schule aus inklusive Abriss der alten Halle würde etwa vier Millionen Euro kosten.
Dagegen wäre die günstige Variante die Sanierung der bisherigen Einfeldhalle mit einer Kostenschätzung von rund 2,3 Millionen Euro. Nach einer Sanierung wäre die Halle dann zwar auf dem aktuellen Stand, jedoch mit einigen funktionalen Einschränkungen. Würde man jedoch eine neue Einfeldhalle an gleicher Stelle nach Abriss der alten bauen, würde diese drei Meter länger, dann nämlich 15 Meter mal 24 Meter. Die Kosten schätzt Siewertsen auf rund 2,9 Millionen Euro.
Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG) hielt eine Zweifeldhalle für kaum finanzierbar. Er sprach sich für eine neue Einfeldturnhalle und den Abriss der alten aus. "Wenn, dann ein Neubau an jetziger Stelle", war auch die Meinung von Obertrubachs Bürgermeister Markus Grüner (CSU). Einstimmig fasste das Gremium den Empfehlungsbeschluss an die Gemeinderäte von Gößweinstein und Obertrubach, die alte Halle abzureißen und an deren Stelle eine neue und etwas größere Einfeldturnhalle zu bauen.

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