Poxdorf

Der Rohbau steht

Die neue Aussegnungshalle aus ökologischem Baumaterial in Poxdorf soll bis März fertiggestellt sein. Bürgermeister Paul Steins ging ausführlich auf das Projekt ein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Inzwischen steht der Rohbau der neuen Aussegnungshalle in Poxdorf. Foto: Dagmar Niemann
Inzwischen steht der Rohbau der neuen Aussegnungshalle in Poxdorf. Foto: Dagmar Niemann

Mehr als 80 Bürger waren ins Sportheim Poxdorf zur Bürgerversammlung gekommen. In einer Power-Point-Präsentation ging Bürgermeister Paul Steins (CSU) auf die wichtigen Projekte ein, die er in diesem Jahr vorangebracht hatte.

Dabei betonte er ausdrücklich, dass das auch der guten Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der Effektivität der Mitarbeiter in der Verwaltung zu verdanken sei, die die Angelegenheiten der 2566 Effeltricher und der 1508 Poxdorfer Bürger regeln.

Verschuldung sinkt

Dann ging er kurz auf den Haushalt der Gemeinde für das Jahr 2020 ein. Dieser soll heuer schon sehr früh, nämlich in der nächsten Gemeinderatssitzung Ende November, vorgelegt werden. Er werde zeigen, dass sich der Schuldenstand der Gemeinde und damit auch die Pro-Kopf-Verschuldung der Bürger reduziert haben (von 291 auf 262 Euro) und dass nach einem Tiefpunkt 2013 die Rücklagen stetig angewachsen seien. So können 612 000 Euro zur Finanzierung anstehender Projekte entnommen werden. Dabei handelt es sich um Sanierung und Umbau in der Schule, um Planungen für den Neubau der Kindertagesstätte, um Anschaffungen für die Feuerwehr, die ein neues Löschfahrzeug erhält, um die Erschließung des neuen Baugebietes "Am Mühlweiher II", um die Beleuchtung des Radweges nach Effeltrich und um den Bau einer neuen Aussegnungshalle im Zusammenhang mit der Sanierung und Vergrößerung des Friedhofes. Auf dieses Projekt ging der Bürgermeister ausführlich ein.

Aufgrund eines Antrages in der Bürgerversammlung 2016 war diese schon 2008 vom Gemeinderat als notwendig eingestufte und dann wieder verschobene Aufgabe im Frühjahr 2018 in Angriff genommen worden. Im November 2018 gab es Beschlüsse darüber, wie der Neubau ausgeführt werden soll. Dann stockte das Projekt im März 2019 kurzzeitig wegen erheblicher Kostenerhöhungen. Der Gemeinderat entschied sich jedoch für die Weiterführung und beauftragte auch die Außenplanung und die Gestaltung der Freianlagen.

Inzwischen steht der Rohbau der neuen Aussegnungshalle. Es handelt sich um einen Holz-Massiv-Bau. Das ökologische Baumaterial macht es möglich, dass das nicht ständig beheizte Gebäude sich schnell erwärmen lässt, da auch die inneren Wandoberflächen keine Kälte abstrahlen. Zurzeit sind die Dachdecker an der Arbeit; bis März 2020 soll alles fertiggestellt sein.

815 000 Euro Gesamtkosten

Im März/April 2020 kann dann das alte Leichenhaus abgerissen und an der Gestaltung der Freianlagen gearbeitet werden. Die Fertigstellung des gesamten Friedhofprojektes ist für Juni 2020 vorgesehen. Die Kosten werden sich auf circa 815 000 Euro belaufen.

Seinen zweieinhalbstündigen Rechenschaftsbericht beendete Paul Steins mit einer persönlichen Bemerkung zur Kommunalwahl im Frühjahr 2020: Er bat alle Bürger inständig, sich genau zu überlegen, wie sie doch in der einen oder anderen Weise mitarbeiten könnten. Anschließend hatten die Bürger Gelegenheit, Fragen zu stellen und Wünsche zu äußern.

Es zeigte sich, dass der Spielplatz in Poxdorf-Ost Anlass zur Sorge gibt. Dort seien "in einer Art Kahlschlag" alle Bäume und Büsche radikal zurückgeschnitten worden. Außerdem fehlten ein Tisch und eine Bank. Der Bürgermeister verteidigte den Baumschnitt durch einen Gartenspezialisten des Bauhofes und versprach, dass Büsche und Bäume im Frühjahr neu ausschlagen und Tisch und Bank ersetzt würden.

"Vernachlässigtes Umfeld"

Weitere Fragen betrafen die Wasserversorgung, die Schließzeiten des Kindergartens im Sommer und "das vernachlässigte Umfeld" der Solaranlagen Poxdorf, wofür jedoch laut Bürgermeister die Untere Naturschutzbehörde zuständig sei und nicht die Gemeinde.

Zuletzt meldete sich ein Bürger zu Wort, der die Rechtmäßigkeit der Überprüfung einer auf seinem Grund stehenden Straßenlaterne durch den Stromlieferanten Bayernwerk in Zweifel zog. Nachdem der Bürgermeister dazu ein separates Gespräch angeboten hatte, war die Diskussion beendet.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren