Gehülz

Der "Püebl" begeisterte alle

Mit Musik, Gesang und Mundarttheater wurde das Publikum beim Jahreshöhepunkt in Gehülz bestens unterhalten.
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In ihren hektischen Überlegungen, wie dem "Geist-Ding" beizukommen wäre, lassen sich die resoluten "Weiber" (v.l. Lina, Görg und Rettl) nicht stören und werfen den "Nexdaache" Franz Kümmerling, der an der Sache noch verdienen will, kurzerhand hinaus.  Foto: hb
In ihren hektischen Überlegungen, wie dem "Geist-Ding" beizukommen wäre, lassen sich die resoluten "Weiber" (v.l. Lina, Görg und Rettl) nicht stören und werfen den "Nexdaache" Franz Kümmerling, der an der Sache noch verdienen will, kurzerhand hinaus. Foto: hb

Natürlich trug die lockere, manchmal recht saloppe und oft hintergründige Moderation des gut besuchten Abends durch den örtlichen Faschingspräsidenten Martin Bittruf entscheidend mit zum Gelingen der gemeinsamen Veranstaltung der "Bergmusikanten" und des Gesangvereins "Liederkranz" bei. Doch die beiden Kulturträger, jeweils unter bewährter Leitung von Klaus Porsch, strengten sich auch merklich an, ihre Bestleistungen für diesen Jahreshöhepunkt aufzubieten.

Die Gehülzer Musikkapelle brachte im Laufe des Abends ihr komplettes, vielseitiges Repertoire zum Klingen, von beschwingten fröhlichen Weisen bis zu anspruchsvolleren hörenswerten Stücken. Der "kleine, aber feine" Männerchor des Gesangvereins wiederum hatte nicht nur bewährtes Liedgut im Programm, sondern auch zwei populäre Neuaufführungen.

Nach dem gemeinsamen Auftakt von Kapelle und Chor mit dem choralartigen Sängergruß "Viva la Musica" begrüßten die beiden Vereinsvorsitzenden Martin Simon (Musik) und Dirk Elsesser (Sänger) die Gäste im herbstlich geschmückten Saal Messelberger in Gehülz. Beide bedankten sich für den guten Besuch und entschuldigten Bürgermeister sowie die beiden für den Stadtteil zuständigen Geistlichen wegen Terminüberschneidungen.

Stadtrat Hans Simon überbrachte die Grüße der Stadt und bedankte sich bei den beiden Vereinen, die mit ihrer sehr guten Zusammenarbeit erneut ein gutes Beispiel böten. Weiter dankte er auch Karin Messelberger, dass sie ihren Saal immer wieder für Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft zur Verfügung stellte und mit ihrer Familie für hervorragende Bewirtung sorgte.

Simon, der am selben Tag Geburtstag feierte, aber dessen ungeachtet gleich nach seinen Grußworten wieder am Schlagzeug der "Bergmusikanten" saß, nahm auch die Frotzelei des Moderators mit breitem Grinsen hin, der ihm das nächste Lied der Sänger "Alt wie ein Baum" persönlich widmen wollte.

Einer der Höhepunkte des Abends war sicher die Aufführung des Schwanks "Der Püebl" durch eine hochengagierte "Schauspieltruppe" aus beiden Vereinen. Nach einer Vorlage des unvergessenen Heimatdichters Andreas Bauer hatte Regisseur Hans Blinzler das Stück mundartlich überarbeitet, erweitert und gemeinsam mit seiner Mannschaft auf örtliche Verhältnisse abgestimmt.

Zwei resolute Ehefrauen

Jeder einzelne Akteur lebte sich dermaßen in seine Rolle ein, dass die Geschichte rund um den "Geist vom Moasers-Berg" großartig ankam. Immer wieder unterbrachen Lachsalven der begeisterten Zuschauer das authentische Spiel der resoluten Ehefrauen Rettl und Lina (Corinna Simon, Sandra Kisiala), die über ihre vom "Geist" verstörten Mannsbilder Görg und Schosch (Tino Schnapp, Dirk Elsesser) herfielen ("Ije Huosnscheiße!") und bald eine Gegenoffensive mit Nachtwächterspieß, Beil und "Schneidteufela" organisierten.

Der "Nexdaache"

Dazu kam auch noch in einem Kurzauftritt etwas diabolisch angehaucht der "Nexdaache" Franz Kümmerling (Souffleur Hans Blinzler), mit dem die robusten Bauersleute aber schnell fertig wurden. Am Ende löste sich natürlich alles ins Positive auf und es gab mehrere Vorhänge für das engagierte Spiel auf den Brettern der Entmannsdorfer "Schramma", Blumen für "Rettl und Lina" und auch für die "Saalherrin" Karin Messelberger und zum Ausklang noch lange schwungvolle Musik von den "Bergmusikanten" - bei denen übrigens auch drei vom "Liederkranz" mitspielten. hb

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