Coburg

"Der Platz ist prädestiniert!"

Zwei junge Coburger Gastronomen würden gerne einen Stadtstrand anlegen. Den idealen Ort dafür sehen sie im Rosengarten, neben dem Sintflutbrunnen - ob mit oder ohne Palmenhaus daneben.
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Zwei ehemalige Designstudenten der Hochschule Coburg haben für Nima Khorsandi und Enrico Pizzato die Studien für den Stadtstrand im Rosengarten entwickelt.  Grafik: privat
Zwei ehemalige Designstudenten der Hochschule Coburg haben für Nima Khorsandi und Enrico Pizzato die Studien für den Stadtstrand im Rosengarten entwickelt. Grafik: privat
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Eigentlich sollte es im Bau- und Umweltsenat um eine mögliche Zukunft fürs Palmenhaus gehen. Doch das, was ganz am Ende der Präsentation auftauchte, hat mit dem Glasgebäude am südlichen Ende des Rosengartens erst mal gar nichts zu tun: Nima Khorsandi ("Wohnzimmer") und Enrico Pizzato ("San Geladona") könnten sich vorstellen, dort einen "Stadtstrand" zu betreiben - mit Essen, Getränken, Eis, Sand, Sonnenschirmen direkt neben dem Sintflutbrunnen.

"Der Stadtstrand schwirrt und schon länger im Kopf herum", sagt Enrico Pizzato. Im vergangenen Sommer starteten die Geschäfte in der Markthalle mit dem "Albert-Beach" ein solches Experiment, wenn auch nur für wenige Tage. Vor einigen Jahren gab es einen "Beach" an der Sportanlage der "Coburg Locals". In den meisten Städten liegen die künstlichen Gastro-Strände in Flussnähe. Die Itz eigne sich in Coburg aber nicht, sagen Khorsandi und Pizzato. Aber als Platz mit Grün und Wasser biete sich der Rosengarten mit dem Sintflutbrunnen an. Vor etwa sechs Wochen haben sie ihr Konzept zu Papier gebracht und schon Antworten auf fast alle Fragen gefunden: Wo werden Speisen und Getränke verkauft? Antwort: Aus fahrbaren Schiffscontainern ("Contrailer"), die ansprechend gestaltet werden und zum Ambiente passen. "Gediegen" soll es sein, das gilt auch für die Abendveranstaltungen, die sich die beiden vorstellen können. Von Mai bis Mitte September, täglich von 11 bis 23 Uhr, lauten die Betriebszeiten bei schönem Wetter. Ansprechen wollen sie alle Alters- und Zielgruppen, vom Rosengartenflaneur über Biergartengänger bis hin zum Mittagspausenbesucher. "Der Platz ist prädestiniert", sagt Enrico Pizzato, "und der Albert-Beach hat gezeigt, dass die Leute an so etwas Spaß haben." Bernhard Ledermann, Leiter des Coburger Grünflächenamts, habe sich für die Idee aufgeschlossen gezeigt, was dieser bestätigt.

Bislang liegt freilich nur das Angebot der beiden Gastronomen vor. Eine offizielle Antwort haben sie noch nicht. Es gebe auch noch einige Dinge, über die man sich einigen müsste, zum Beispiel, wo und wie eine gastronomietaugliche Toilette errichtet wird, sagen sie. Bislang haben sie die Stadtverwaltung "als lösungsorientiert" erlebt, wie sie beide betonen. "Wir trauen uns zu, dass wir das schon nächstes Jahr realisieren können."

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