Röttenbach

Der nigerianische Erzbischof Djalwana Laurent Lompo ist zu Besuch

Seit 2000 kommt Erzbischof Djalwana Laurent Lompo jedes Jahr zu Besuch nach Röttenbach. Dort wohnt er bei Familie Adam Bucher. "Ich kenne Laurent schon als kleinen Jungen, denn von 1973 bis 1976 war i...
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Erzbischof Djalwana Laurent Lompo zelebriert heute, Donnerstag, in Röttenbach den Gottesdienst Foto: Johanna Blum
Erzbischof Djalwana Laurent Lompo zelebriert heute, Donnerstag, in Röttenbach den Gottesdienst Foto: Johanna Blum

Seit 2000 kommt Erzbischof Djalwana Laurent Lompo jedes Jahr zu Besuch nach Röttenbach. Dort wohnt er bei Familie Adam Bucher.

"Ich kenne Laurent schon als kleinen Jungen, denn von 1973 bis 1976 war ich in seinem Heimatdorf in Niger als Entwicklungshelfer tätig und seitdem sind wir in Kontakt", erklärt Bucher. Sein Schützling war 2000 zum 80. Geburtstag von Papst Johannes Paul II. nach Rom eingeladen "und wenn er schon mal in Europa war, musste er natürlich auch nach Röttenbach zu uns kommen", betont Bucher.

Letzten Montag traf der afrikanische Besuch ein und kommenden Montag geht es wieder zurück. Erzbischof Laurent erzählt gern aus seinem Leben: Er wurde am 1. Januar 1967 in Koulbou, in der Gemeinde Torodi im Westen Nigers, geboren. Erst am 18. April 1987 wurde er getauft. Nach der Grundschule in Makalondi besuchte er die Mittelschule in Say und das Lycée Kassaï in Niamey.

Auf das Studium der Philosophie und Theologie folgte am 21. September 1997 die Priesterweihe. Auf die Frage, warum er Priester wurde, erklärt er: "Ich habe in meiner Heimat Missionare kennengelernt und das Zusammenleben mit ihnen hat mich geprägt." Der Gedanke, was sein wird, wenn einmal keine Missionare mehr kommen, beschäftigt ihn sehr, denn: "Ich habe den Ruf Gottes durch den Dienst der Missionare gespürt."

Bis 2000 war Lompo als Pfarrvikar in Niamey tätig und machte von 2001 bis 2002 eine Seelsorge-Ausbildung in Paris. 2003 wurde er Generalvikar. Am 26. Januar 2013 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Titularbischof von Buffada und zum Weihbischof von Niamey.

Am 11. Oktober 2014 wurde Lompo von Papst Franziskus zum Erzbischof von Niamey bestellt. Niamey ist seit 1926 die Hauptstadt von Niger, die mit ihren über einer Million Einwohnern mit Abstand die bevölkerungsreichste Stadt des rund 21 Millionen Einwohner zählenden Landes Niger ist.

Schulpatenschaften

Erzbischof Lompo kommt gern nach Röttenbach, denn die Leute seien brüderlich, freundlich und er fühle sich integriert. Schon lang läuft sein Projekt für Schulpatenschaften. Für 80 Euro kann ein junger Mensch in Niger ein Jahr lang die Schule besuchen.

Im Moment gibt es 270 Patenschaften in ganz Deutschland. Wer gern eine Patenschaft übernehmen will, kann sich an Susanne Neuner wenden unter st.neuner@t-online.de.

Niger ist ein Binnenstaat in Westafrika und 98 Prozent seiner Bewohner sind Muslime. Den Rest von zwei Prozent teilen sich mehrere christliche Religionen. "Von den 21 564 000 Einwohnern sind etwa 46 000 katholisch", erklärt der Erzbischof. Er spricht Französisch, seine Muttersprache Gumanceman - eine der Nationalsprachen - und Hausa, das von 75 Prozent der Bevölkerung verstanden wird. Ein bisschen Deutsch und ein bisschen Englisch kann er auch.

Der Gottesdienst verläuft in Röttenbach in deutscher und französischer Sprache. "Wir kommen ganz gut mit, denn wir kennen uns ja in der Messe aus", meint ein Gottesdienstbesucher. Am Donnerstagabend zelebriert Erzbischof Lompo den Festgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt und weiht die Kräuter.

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