Haßfurt
GRündungsversammlung

Der neue Verein "Main & Haßberge" eint fünf Kommunen

Kreis Haßberge — Sie ist 26 Jahre jung, hat einen Master in Kulturgeografie mit Schwerpunkt Regionalentwicklung und wird ab Dezember die Allianz "Main & Haß...
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Kreis Haßberge — Sie ist 26 Jahre jung, hat einen Master in Kulturgeografie mit Schwerpunkt Regionalentwicklung und wird ab Dezember die Allianz "Main & Haßberge" als Managerin begleiten. Bei der Gründung des Vereins "Main & Haßberge" durch die Städte Haßfurt und Königsberg sowie die Gemeinden Theres, Wonfurt und Gädheim im Rathaus in Haßfurt stellte sich Marlene Huschik den Mitgliedern vor.
Huschik wurde in Roth bei Nürnberg geboren, wuchs in Pappenheim auf und studierte ab 2010 an der Universität Eichstätt/Ingolstadt Geografie. 2014 nahm sie ein Masterstudium an der Universität Erlangen/Nürnberg auf, das sie heuer erfolgreich abschloss.
Zusammen mit weiteren 17 Frauen und Männern bewarb sie sich um die Stelle des Allianzmanagers und wurde letztlich ausgewählt.


Spannender Aufgabe

"Mich hat die Vielschichtigkeit der Themen gereizt und ich freue mich jetzt auf die spannende Aufgabe und die Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren", sagte sie.
Marlene Huschik hat schon während ihres Studiums praxisbezogen gearbeitet, unter anderem in der Regionalentwicklung, Praktika absolviert und als Werkstudentin Erfahrungen gesammelt. "Mein Anliegen als Allianzmanagerin ist es, die ländlichen Räume der beteiligten Kommunen langfristig für Jung und Alt lebenswert zu gestalten", betonte sie.
Denn die Herausforderungen für die Region seien groß. "Ich sehe in der Allianz eine große Chance und deren Aussage ,Gemeinsam sind wir stärker' ist richtig." Denn Synergien zu nutzen, habe großes Potenzial.


39 Projekte

Auf Marlene Huschik wartet ein "Berg an Aufgaben", da die Allianz bereits 39 Projekte erarbeitet hat, auch wenn vier Themen priorisiert wurden: das Kernwegenetz, das Flächenmanagement, die touristischen Highlights und die Vermarktung der Innenentwicklungspotenziale.
Die Managerin wurde zunächst für drei Jahre engagiert, kann aber weitere vier Jahre tätig sein. Denn das Amt für ländliche Entwicklung Unterfranken (AfLE), das die Allianz ebenso wie das Regionalmanagement am Landratsamt Haßberge begleitet, fördert die Kosten insgesamt für sieben Jahre mit 75 Prozent.
Marlene Huschik, die noch in Nürnberg lebt und derzeit auf Wohnungssuche in der Region ist, gab als Hobbys das Reiten, Reisen, darunter Städtetouren, aber auch das Wandern an. "Denn ich bin ein sehr naturverbundener Mensch", sagte sie.
Nachdem sie sich vorgestellt hatte, besprachen die Vertreter der Kommunen zusammen mit Bauoberrat Gerald Kolb vom AfLE und der Regionalmanagerin Veronika Jägler vom Landratsamt die Vereinssatzung.


Die Zukunft im Blick

Als Zweck des Vereins wurden die Förderung, Erhaltung und nachhaltige Entwicklung der natürlichen Lebensgrundlagen, der regionalen, wirtschaftlichen, touristischen und sozialen Entwicklung und der kulturellen Identität mit der Zielsetzung der Zukunftssicherung in der Region Allianz Main & Haßberge festgelegt.
Wobei die grundsätzlichen Ziele der Entwicklung der Region in dem Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (kurz Ilek) festgehalten sind und dem Verein als Grundlage dienen. Derzeit sind die Kommunen Haßfurt, Königsberg, Theres, Wonfurt und Gädheim ordentliche Mitglieder und werden durch die Bürgermeister Günther Werner, Claus Bittenbrünn, Matthias Schneider, Holger Baunacher und Peter Kraus vertreten.


Die Spitze

Die gewählte Spitze des neuen Zusammenschlusses bilden Vorsitzender Matthias Schneider (Theres), der Zweite Vorsitzende Günther Werner (Haßfurt), der Kassier Holger Baunacher (Wonfurt), der Schriftführer Peter Kraus (Gädheim) und der Beisitzer Claus Bittenbrünn (Königsberg).


Sitz in Obertheres

Finanziert wird der Verein, der seinen Sitz in Obertheres haben wird, durch Mitgliedbeiträge, durch eigene Einnahmen und durch öffentliche Zuwendungen. Die Höhe der Beiträge wird von der Mitgliederversammlung in einer Beitragsordnung geregelt. Bevor die Vereinssatzung von den Ersten Bürgermeistern unterschrieben wurde, betonte der Vorsitzende Matthias Schneider, dass er sich über die Gründung des Vereins und auf die Zusammenarbeit mit der Allianzmanagerin sowie über die Umsetzung der ersten Ziele zum Wohle aller Kommunen freue.
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