Grundfeld
Lesermeinung

Der Neubau der Hallen hat mehrere Vorteile

Zum Zeitungsartikel am 29.06.2019 im Fränkischen Tag "Bürger begehren in Grundfeld auf": Nach der Lektüre des Zeitungsartikels sehen wir uns veranlasst, die etwas einseitige Beleuchtung der Erweiterun...
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Zum Zeitungsartikel am 29.06.2019 im Fränkischen Tag "Bürger begehren in Grundfeld auf": Nach der Lektüre des Zeitungsartikels sehen wir uns veranlasst, die etwas einseitige Beleuchtung der Erweiterungspläne der Fa. CS-Trans um ein paar Informationen zu ergänzen: Es wird in dem Artikel und auch von den Betreibern des Bürgerbegehrens immer wieder von der "Sichtachse" Schloss Banz - Vierzehnheiligen gesprochen. Wenn man in Geometrie halbwegs bewandert ist, sollte man wissen, dass man eine Achse oder Linie nur dann "schneiden" kann, wenn man sich auf ihr befindet. Die jetzige Lage der Hallen mit einer Höhe von knapp unter acht Metern liegt im Zentrum circa 90 Meter von dieser Achse entfernt, und der geplante Neubau hätte dann über 450 Meter Abstand dazu. Somit kann also die Sichtachse gar nicht geschnitten werden.

Wenn allerdings, wie von Herrn Reinhardt vorgeschlagen, am bisherigen Standort eine "maßvolle" Vergrößerung stattfinden würde, wäre die Achse dann sehr wohl betroffen! In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass die benötigten Flächen in diesem Bereich gar nicht zu bekommen sind, da die anliegenden Bauern keinerlei Verkaufsbereitschaft zeigen und das möglicherweise verfügbare Grundstück entlang der Straße nach Reundorf aufgrund seines Zuschnittes (lang und schmal) für einen passenden Hallenbau ungeeignet ist.

Es ist übrigens nicht "maßlos", wenn ein Unternehmen, das gegenwärtig fünf zusätzliche Außenlager anmieten muss, bei einer Neuplanung die dreifache Größe vorsieht. Es wird kein vorausschauender Unternehmer einen Neubau genau für den aktuellen Bedarf planen. Die Kunden der Fa. CS-Trans erweitern, initiiert durch die Marktanforderungen, auch immer wieder ihre Kapazitäten und benötigen deshalb zukünftig weitere Lagerflächen. Von den gegenwärtig fünf Außenlagern würden dann drei wegfallen, was erst einmal zu einem geringeren Lkw-Aufkommen am Hauptstandort führt, da die Waren nur noch in der Halle und nicht mehr per Lastwagen umgeschlagen werden müssen. Zudem ist die Erweiterung auch in zwei Abschnitten angedacht: als Erstes wird die 200-m-Halle gebaut und ein bis zwei Jahre später die 140-m-Halle. Auch die geplante Lage der Hallen, soweit wie möglich weg von der Bundesstraße in Richtung Autobahn, bringt eine optische Entlastung.

Des Weiteren soll das trapezförmige Grundstück ja auch nur zum Teil bebaut werden, der Rest (neben der Bundesstraße) bleibt grün und als landwirtschaftliche Nutzfläche erhalten. Weiter reicht die Höhe der neuen Hallen (8,5 Meter) gerade mal knapp über die bereits vorhandene Lärmschutzwand der Autobahn, das heißt diese Hallen sind von der Autobahn aus nicht zu sehen. Wie sollen sie dann den Anblick von Vierzehnheiligen stören? Selbst von der Bundesstraße oder dem Fahrradweg aus können die Hallen an der geplanten Stelle die uneingeschränkte Sicht auf Vierzehnheiligen, Schloss Banz oder gar den Staffelberg unmöglich verdecken.

Das polemische Argument der "billigen" Hallen für wenige Arbeitsplätze ist auch haltlos, da die Fa. CS-Trans (siehe Fuhrpark) immer Wert auf Qualität und Solidität legt. Wie jeder andere Logistiker auch versorgt sie mit ihren "wenigen" Arbeitsplätzen aber ein Mehrfaches an Arbeitsplätzen in den Fertigungen mit Material. Diese Fertigungen wiederum könnten ohne Speditionen ihre Waren nicht verkaufen. Die Familie Schad sieht sich in der Verantwortung für ihre Mitarbeiter (Platz für eine Waschanlage und eine Werkstatt in der Halle), ihre Kunden (saubere und trockene Lagermöglichkeit) und auch für die nächste Generation (Sicherung des Fortbestandes). Durch eine Lkw-Abbiegevorschrift Richtung Lichtenfels (weg von Grundfeld) beim Verlassen des neuen Firmengeländes, ließe sich sogar eine Verkehrsentlastung und ein Sicherheitsgewinn vor der Grundschule erreichen. Die Anwohner der Bürgermeister-Meißner-Straße können durch ein Lkw-Verbot ab der Fa. Euromaster vor ungebetenen Übernachtungsgästen geschützt werden. Auch wäre die Verunreinigung der Straße (speziell bei nasser Witterung) an der bisherigen Ausfahrt nicht mehr vorhanden.

Zum Schluss noch ein Wort zum bemängelten "Flächenfraß": Es werden, wie oben angeführt, nicht die ganzen fünf Hektar bebaut und es ist eine nachhaltige Planung (nächste Generation), nicht so wie vielerlei Einkaufsmärkte und Discounter, die dann nach ein paar Jahren (Abschreibung) wieder geschlossen werden und nur schwer weiter nutzbar sind. Auch soll auf den Dachflächen eine Solaranlage zur Erzeugung regenerativer Energie installiert werden, die uns allen zugute kommt.

Wir möchten alle Leser eindringlich bitten, sich selbst eine Meinung unter Berücksichtigung beider Seiten zu bilden.

Markus & Gabi Bräutigam

Grundfeld

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