Münnerstadt

Der Nachtwächter führt durch die historische Stadt

Im historischen Gewand, mit Hellebarde, Horn und Laterne bietet Rainer Kirch am Samstag. 5. August, wieder einen nächtlichen Streifzug durch das alte Münner...
Artikel drucken Artikel einbetten
Rainer Kirch als Nachtwächter.  Foto: Archiv/Thomas Malz
Rainer Kirch als Nachtwächter. Foto: Archiv/Thomas Malz
Im historischen Gewand, mit Hellebarde, Horn und Laterne bietet Rainer Kirch am Samstag. 5. August, wieder einen nächtlichen Streifzug durch das alte Münnerstadt an. Er versteht es, die vielfältige und oft dramatische Historie in Anekdoten und Geschichten wieder lebendig werden zu lassen und bietet außerdem zur Untermalung Nachtwächter- und Landsknechtslieder aus alter Zeit. Treffpunkt ist um 21 Uhr am Münnerstädter Rathaus. Eine Anmeldung ist nicht nötig, bei Regen entfällt die Führung und wird auf Sonntag, 6. August, verschoben.
"Ich mache das jetzt im 18. Jahr", sagt Rainer Kirch. Unzählige Gäste hat er in dieser Zeit in die Geschichte der Stadt eingeführt. Auf die Idee gebracht hat ihn eine Nachtwächterin. Er war einmal in Weißenburg in Bayern und hat dort an einer Führung der studierten Geschichtswissenschaftlerin teilgenommen. Das hat ihm damals so gut gefallen, dass er sich gleich noch einmal von der Nachtwächterin durch das schöne Weißenburg führen ließ. Später ist er mit einer Klasse noch einmal nach Weißenburg gefahren, um von der Wissenschaftlerin etwas über die Römer zu erfahren. Dabei hat er ihr gestanden, dass er nun auch als Nachtwächter unterwegs ist.
Am ersten Samstag im August sowie am zweiten und dritten Heimatspielsonntag um 20 Uhr (heuer am 3. und 10. September) gibt es öffentliche Führungen. Rainer Kirch führt aber auch gerne Gruppen durch die Stadt (Tel.: 09733/ 1402). Seine Rundgänge passt er sowohl historischen Jubiläen als auch den Interessenten an. "Wenn ich Mediziner führe, gehe ich besonders auf die hygienischen Zustände ein, bei Juristen auf das Gerichtswesen." Heuer liegt der Schwerpunkt auf Reformation und Gegenreformation. Julius Echter soll beispielsweise verfügt haben, dass die Pfründner (Bewohner des Juliusspitals) nichts zu essen bekommen, wenn sie nicht wieder katholisch werden. Nach ein paar Tagen hat der Magen über die Konfession entschieden.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren