Wallenfels
wallenfels.inFranken.de  Der Arbeitskreis Heimatpflege informierte sich über die Stadtsanierung.

Der Mut zahlte sich aus

Der für alle Heimatfreunde offene Arbeitskreis Heimatpflege wurde zu seiner Junisitzung in der "Flößerstadt" herzlich von Bürgermeister Jens Korn begrüßt. Er stellte eingangs gleich das Motto der lauf...
Artikel drucken Artikel einbetten
Bürgermeister Jens Korn erklärt den interessierten Heimatfreunden Probleme und Erfolge der Wallenfelser Stadtsanierung. Foto: Franz Behrschmidt
Bürgermeister Jens Korn erklärt den interessierten Heimatfreunden Probleme und Erfolge der Wallenfelser Stadtsanierung. Foto: Franz Behrschmidt

Der für alle Heimatfreunde offene Arbeitskreis Heimatpflege wurde zu seiner Junisitzung in der "Flößerstadt" herzlich von Bürgermeister Jens Korn begrüßt. Er stellte eingangs gleich das Motto der laufenden Stadtsanierung vor: "Ohne Herkunft keine Zukunft". In diesem Sinne stehe zunächst wegen der hohen Identitätsfunktion das Kirchenumfeld und auch besonders der Marktplatz im Mittelpunkt der Bestrebungen, die Ortsmitte mit ihrer langen Tradition wiederzubeleben.

Nach einem Blick ins Rathaus begann das Stadtoberhaupt eine kleine Führung durch den Stadtkern, wo Jens Korn die Bedeutung des Wassers für den Ort und seine Flößereigeschichte hervorhob; das Element "Wasser" solle wieder sichtbar und erlebbar werden. Das "Kleine Wehr" solle so auch einoptischer Hinweis auf die Flößereitradition werden.

Die Entscheidung für den Abriss der Häuser Marktplatz 6 und Frankenwaldstraße 1 bezeichnete Korn als durchaus schwierig; auch die Auflösung der bisherigen Platzstruktur habe ihm lange Bauchschmerzen bereitet. Allerdings habe von Anfang an der große Zuspruch der Bürger ermutigt. Doch habe sich dieser mutige Schritt als richtig erwiesen; da nun die Kirche noch näher in die Ortsmitte gerückt sei und das Ensemble aus Kirche und Pfarrhaus nun erst richtig zur Geltung komme.

Zwei Sorgenkinder

Auch die Fläche der ehemaligen Stöckerschneidmühle habe durch den Abriss ihr Schattendasein beendet. Sie soll künftig Treffpunkt für die Generationen sein. Sorgenkinder blieben die "Obere Schleuse" und die Forsthausbrücke. Diese sollten unbedingt erhalten bleiben, da waren sich die begleitenden Heimatfreunde einig. Die dringend nötige Sanierung der Stifterdenkmäler an der Kirche und des "Hl. Nepomuks" auf der Schwedenbrücke erfolge in enger Abstimmung mit dem Ortsheimatpfleger und dem Heimatgeschichtlichen Arbeitskreis Wallenfels.

Bei der abschließenden Einkehr im Traditionsgasthaus "Homerudl", zu dem sich noch einige Interessierte gesellten, kamen natürlich zunächst diverse Wallenfelser Themen auf den Tisch. Bürgermeister Korn bezeichnete sich eingangs als besonders glücklich, in Ortsheimatpfleger Franz Behrschmidt einen hochengagierten Bewahrer der Heimatgeschichte zu haben. Bei den allgemeinen Heimatpflegethemen stellte Kreisheimatpfleger Hans Blinzler, der turnusgemäß dieses Treffen organisiert hatte, die neueste Ausgabe des Heimatkundlichen Jahrbuches des Landkreises, Band 29 vor und zeigte auch die Entwicklung dieser für alle Heimatfreunde hochinteressanten Literaturreihe seit der ersten Ausgabe 1975 auf. Erworben werden kann das neueste Werk der Kreisheimatpflege im Landratsamt und in der Kreisbibliothek, in Buchhandlungen, z. B. im "Lesezeichen" in Kronach sowie teilweise auch über die Gemeindeverwaltungen. Abschließend überreichte Blinzler an Bürgermeister Jens Korn eine Ausgabe des neuen Bandes und gab sich überzeugt, dass bei allen künftigen Maßnahmen der Wallenfelser Stadtsanierung der Bürgermeister immer auch wichtige heimatpflegerische Belange beachten werde. hb

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren