Eltmann
Frühjahrskonzert

Der musikalische Nachwuchs lässt in Eltmann aufhorchen und setzt Akzente

Musik mit Klassik, Swing und Rock ist für ein Blasorchester nicht alltäglich, aber die Stadtkapelle Eltmann begeisterte mit ihrem etwas anderen Frühjahrskonzert ihre zahlreichen Besucher in der Stadth...
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Isabell mit ihrer Tuba (links) und Giuliana mit der Querflöte
Isabell mit ihrer Tuba (links) und Giuliana mit der Querflöte
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Musik mit Klassik, Swing und Rock ist für ein Blasorchester nicht alltäglich, aber die Stadtkapelle Eltmann begeisterte mit ihrem etwas anderen Frühjahrskonzert ihre zahlreichen Besucher in der Stadthalle. Die Stadtkapelle Eltmann unter ihrem Dirigenten Dimitry Braudo zeigte ihren sehr guten Leistungsstand und dass sie in ihrer Vielseitigkeit anspruchsvolle konzertante Musik auch bestens präsentieren kann.

Vorsitzender Alexander Alka bestätigte eingangs, dass sich die drei Kapellen sehr intensiv auf diesen Abend vorbereitet hätten. Das galt für die Bläserklasse unter der Leitung von Bernhard Rippstein, das Jugendorchester "Mir spieln zamm" unter Werner Lehrieder und die Stadtkapelle mit Dimitry Braudo.

Von den Zuhörern mit viel Beifall begrüßt wird gleich zu Beginn die Bläserklasse, als sie musikalisch durch den Saal auf die Bühne schreitet. Mit Begeisterung spielten die jungen Musiker Stücke mit Trompete, Klarinette, Saxophon oder Schlagwerk. Interessant, wie die kleine Isabell mit aufgeblasenen Backen mächtig in ihre Tuba blies. Ihre tiefen Basstöne und auch Läufe gaben den Werken den entsprechenden Unterton. Es ist schon nicht selbstverständlich, dass ein so junges Mädchen ausgerechnet das größte Blasinstrument spielt, das auch gerne als "Monstertrompete" bezeichnet wird. "Bei der Vorführung der verschiedenen Instrumente durch Alexander Alka hat mir die Tuba aber so gefallen, dass ich das Spielen auf diesem Instrument erlernen wollte. Mir macht das auch großen Spaß", sagte sie dazu.

Neben ihr sitzt Giuliana mit ihrer Querflöte und hat es da schon etwas leichter, zumindest was das Gewicht ihres Instrumentes angeht. "Ich habe mir Querflöte herausgesucht, weil es ein schönes Instrument ist. Außerdem klingt es sehr schön. Das habe ich mir auch in einem Video angesehen." Der Applaus forderte sie zu einer Zugabe heraus.

Gemeinsam auf der Bühne

Im Jugendbereich macht das Jugendorchester Eltmann mit den "Harmonie Kids Ebelsbach" gemeinsame Sache unter ihrem Dirigenten Werner Lehrieder. In ihren Stücken "Träumend in der Abendsonne" und "Benny Bläsersong" von Klaus Schuck wurde dies schon mit den ersten Tönen deutlich. Hier zeigte sich, dass sowohl der Stadtkapelle Eltmann als auch der "Harmonie Ebelsbach" bei solchen Nachwuchstalenten um ihre Zukunft nicht bange sein muss.

Das Jugendorchester durfte sich dann auch über eine Spende von 800 Euro freuen, die aus einem Spendenerlös des Benefizkonzertes des Kreisorchesters stammte. Kreis-Ehrenvorsitzender Gerhard Leisentritt betonte bei seinem Grußwort, dass trotz aller Konflikte die Musik die gemeinsame Sprache der Menschen sei und immer wichtiger werde. Im Nordbayerischen Musikbund gebe es 900 Orchester mit über 46 000 Musikern, darunter auch ein hoher Anteil von Kindern und Jugendlichen. Im Kreis Haßberge gebe es 54 Kapellen, und das sinfonische Kreisorchester spiele dabei eine herausragende Rolle, um qualifizierten Jungmusikern eine Plattform zu bieten. Es sei eine Erfolgsgeschichte.

Zugabe!

Dann präsentierte sich die Stadtkapelle Eltmann mit einer Auswahl von Stücken, die sicher für den einen oder anderen ein richtiges Wunschkonzert bedeuteten. Den absoluten Höhepunkt bildete die musikalische Beschreibung des Kavallerieritts durch die ungarische Steppe. Musik vom Feinsten bot das Blasorchester dann mit drei Stücken aus "Peer Gynt" von Edvard Grieg. Weitergeführt wurde das durch "Anitas Tanz" im Walzertakt, in dem die Klarinetten und Querflöten mit ihren Läufen immer wieder mit ihrem Crescento aufwarteten. In der "Halle des Bergkönigs" hörte man erst die tiefen Basstöne, bevor es Gänsehautmomente gab, als in den langsamen und leisen Partien das Orchester zu Klangbildern führte, wobei Ternorhörner, Posaune und Tuba ihre Akzente setzten.

Bei "The best of beatles" kamen bei den Besuchern Erinnerungen an die legendären Popmusiker auf, und ihre Welthits wie "Yesterday", "Let it be" oder "Obladi oblada". Schließlich folgte noch "The Cream of Clapton", ein Medley des legendären Rock- und Bluesgitarristen. Die Zuhörer waren so begeistert, dass sie lautstark "Zugabe" forderten, und die bekamen sie auch noch mit zwei Stücken, darunter den schwungvollen "Kaiserin Sissi Marsch", bei dem sie mitklatschten und der nochmals zu einem umjubelten Schlussakkord wurde. gg

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