Knetzgau

Der Mensch braucht Wildbienen

Kinder starteten in Knetzgau eine Aktion, um auf die Bedeutung der Insekten hinzuweisen. Sie verteilten Samen.
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Unter einem Binokular konnten die interessierten Gäste einige der 560 Wildbienenarten aus der Nähe begutachten.  Foto: Christian Licha
Unter einem Binokular konnten die interessierten Gäste einige der 560 Wildbienenarten aus der Nähe begutachten. Foto: Christian Licha

"Helft mit und macht euch stark für Wildbienen!" Das ist das Anliegen von engagierten Kindern, die mit einem Informationsstand vor dem Knetzgauer Edeka-Markt dieser Tage auf die besonderen Insekten aufmerksam machten.

Zusammen mit Naturpädagogin Andrea Zech vom Institut für Biodiversitätsinformation (IfBI) in Ebern erklärten die Acht- bis Zwölfjährigen den Passanten das Leben der Wildbiene und deren Wichtigkeit für den Menschen. So gäbe es ein Drittel aller Lebensmittel nicht mehr und andere würden sehr teuer, wenn die Wildbiene als Bestäuber ausfallen würde. Zu vielen Obst- und Gemüsesorten leistet die Wildbiene ihren Beitrag. Aber auch die Produktion von Gummibärchen, Kaffee sowie Baumwolle zum Beispiel ist von ihr abhängig.

Samen für den Garten

560 Arten der Wildbiene gibt es in Deutschland. Unter einem Binokular konnten die Besucher viele verschiedene Abkömmlinge begutachten.

Um jedem Einzelnen die Unterstützung der Wildbiene zu ermöglichen, verteilten die jungen Umweltschützer kostenlos Samenpäckchen für den heimischen Garten, bestückt mit Samen für Pflanzen, die bevorzugt werden. Viele Wildbienenarten sind abhängig von einer einzigen Blütenpflanze. Nur bei dieser können sie Pollen für die Brut sammeln, erfuhren die Besucher an den Informationsständen.

Bereits im Laufe des Jahres haben die jungen Teilnehmer im Rahmen des Mitmachprojektes "Wir blühen auf" viel für die Insekten getan. So wurden zum Beispiel Nisthilfen gebastelt und auch Blühflächen angelegt. Veranstaltet vom IfBI wird das Projekt vom Bund Naturschutz Haßberge, der Stadt Ebern, der Gemeinde Knetzgau sowie dem Bündnis für Familie und Senioren und dem Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt. cl

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