Haßfurt

Der Main als Event-Bühne

Die Stadt Haßfurt fand mit ihren Schifffahrten auf dem Fluss bei kleinen und großen Besuchern Anklang.
Artikel drucken Artikel einbetten
Uta Deiters und Harry Steinmetz fühlten sich sichtlich wohl bei der Rockparty auf dem Schiff MS Franconia.
Uta Deiters und Harry Steinmetz fühlten sich sichtlich wohl bei der Rockparty auf dem Schiff MS Franconia.
+1 Bild

Die Main-Schifffahrten, die die Tourist-Info der Stadt Haßfurt in der ersten Augusthälfte angeboten hat, waren ein voller Erfolg. Unter dem Motto "Musik-, Party- und Erlebnistage auf dem Main" hatten rund 1500 Gäste an den elf Schiffstouren mit der MS Franconia teilgenommen und viel Spaß erlebt. "Ich bin sehr zufrieden und so werden wir auch im kommenden Jahr wieder Schifffahrten auf dem Main anbieten", resümierte Silke Brochloß-Ger-ner, die Leiterin für Kultur und Tourismus in der Stadt.

Verschiedene Angebote

Neben den drei Rundfahrten lockten vor allem die Touren mit verschiedenen Bands und DJs sowie die Biber-Erlebnisfahrt für Kinder die Besucher aus nah und fern. "Viele Fahrten, darunter das Kinderangebot, haben unsere Erwartungen übertroffen", so Silke Brochloß-Gerner. "Auch die musikalische Kaffee-Fahrt mit den ,FC-Mambos' war restlos ausverkauft." Die Besucher konnten Songs der guten alten Zeit, Jazz, Blues und Swing, aber auch Blasmusik, Rock-, Soul- und Funkklassiker, Party- und Hip-Hop-Musik, aufgelegt von den DJs des "Lokwerks" (Musikkneipe am Bahnhof) hören, chillen, tanzen oder die Schifffahrten einfach nur genießen. "Die Zusammenarbeit mit dem ,Lokwerk' war einfach super, denn sie haben auch an allen Abendfahrten die Bar übernommen und sich als absolute Profis erwiesen", lobte Silke Brochloß-Gerner.

"Die ,FC-Mambos' mit Hilmar Hirt und seinen Musikern haben die Bude gerockt und eine tolle Stimmung verbreitet, so dass wir sie nächstes Jahr wieder buchen möchten. Das Wetter spielte fast immer mit, wobei die MS Franconia auch genügend Platz im Inneren bot. Das Feedback der Gäste war durchweg sehr gut. Sie lobten das Schiff und die Verpflegung und hatten gar nichts zu beanstanden", sagte sie. "Auffällig war auch, dass die lokalen Musikgruppen wie ,La Vie' aus Schweinfurt, die ,Urlesbacher Musikanten' aus Aidhausen, die ,FC-Mambos' aus Zeil, das ,Marionetten-Theater vom Rabenberg' aus Burgpreppach und ,11 Square' mit Musikern vorwiegend aus Haßfurt und Zeil sehr großen Zuspruch fanden." Für das kommende Jahr werde wieder ein abwechslungsreiches Programm mit der einen oder anderen Überraschung zusammengestellt und noch vor Weihnachten vorgestellt.

Großen Spaß hatten auch die 250 Kinder und ihre Eltern und Verwandten, die an der Biber-Erlebnisfahrt teilnahmen. Tim Sperlich und seine Frau Nancy vom "Theater vom Rabenberg" aus Burgpreppach spielten mit ihren Stabmarionetten passend zum Thema die Folge der beliebten Fernsehsendung "Löwenzahn": "Der Biber ist in Gefahr". Fritz Fuchs, Ewald Röbel, Jasmin, Herr Paschulke, der Biber "Justin" und der Hund "Keks" verzauberten dabei die jungen und großen Zuschauer.

Das illusionäre Spiel hat auch der sechsjährigen Lucia Saum aus Prappach gut gefallen. "Es war schön, lustig und gar nicht langweilig", sagte sie, obwohl die Aufführung immerhin 50 Minuten gedauert hat.

Auch die neun Jahre alte Maike von der Linden aus Manau bei Hofheim fand das Theater sehr gut und spaßig. Sie war aber auch wie alle anderen Kinder davon begeistert, auf der Fahrt einen echten Biber sehen zu dürfen. Claus Haubensack vom Landratsamt hatte ein ausgestopftes Tier mitgebracht. Es war vor einigen Jahren im Landkreis überfahren und dann zu Anschauungszwecken präpariert worden. "Das Fell fühlt sich sehr fein an", sagte Maike von der Linden. "Ich hätte nicht gedacht, dass er so groß ist."

Lobende Worte fand zudem Sonja Stark aus Sylbach, die mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen Ben und Leo mit an Bord war. "Es ist sehr gut organisiert, das Puppentheater war sehr schön und die Kombination zwischen dem Stück und dem ausgestellten Biber war sehr stimmig", sagte sie. Claus Haubensack musste viele Fragen der Kinder zum Biber und seiner Lebensweise beantworten, bis das Schiff im Hafen anlegte.

Die Party mit "11 Square", während das Schiff unter der Führung von Udo Haberland mainaufwärts glitt, die Schleuse bei Knetzgau passierte, drehte und bis vor die Staustufe Ottendorf fuhr und kurz vor Mitternacht wieder in Haßfurt anlegte, kam ebenfalls an. Gerd Gehrig aus Haßfurt (Gesang), Oliver Brygier aus Baunach (Gitarre), Gerd Wolf aus Haßfurt (Schlagzeug), Markus Lenhardt aus Haßfurt (Trompete, Gitarre, Percussion, Gesang) und Michael Krumschmidt aus Zeil (Bass) verstanden es, die Besucher mit Rock, Funk und Soul zu begeistern und die Stimmung an Bord zum Kochen zu bringen. Uta Deiters aus Haßfurt und ihr Freund Harry Steinmetz aus Leinach freuten sich über das "schöne Angebot" der Stadt Haßfurt. "Das ist etwas Einmaliges", schwärmten sie und am Ende der Fahrt lobten sie: "Das war ein sehr schönes Event, eine tolle Musik und eine hervorragende Stimmung!" Zu beanstanden hatten sie nur, dass die nichtalkoholischen Getränke ihrer Meinung nach überteuert angeboten wurden.

Auch Birgit Lenhardt aus Haßfurt fand den Abend "total schön. Es ist fast familiär, da ich so viele Leute hier kenne", sagte sie. "Es herrscht eine Superstimmung und die Atmosphäre ist im wahrsten Sinn des Wortes heiß. Was die Eintagsfliegen angeht, so haben sie einen schönen Lebensabend gehabt", fügte sie schmunzelnd hinzu.

Altbürgermeister Rudi Eck war angetan: "Es ist fantastisch, die Atmosphäre ist spitze, die Stimmung ist am Kochen und es ist einfach unglaublich schön."

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren