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Der Letzte seiner Zunft

Werner Herold - der letzte Spankorbmacher aus Mistelfeld, wie er sich selbst nennt - feierte 80. Geburtstag. Sein ganzes Leben hat er dem Korbflechten verschrieben. Fast täglich sitzt der rüstige Rent...
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Werner Herold versteht es auch heute noch, bei Handwerkermärkten sein aussterbendes Handwerk - das Spankorbflechten - zu präsentieren. Mit seinen Körben ist er gerne, wie hier beim Mistelfelder Flakkerfest, im Mittelpunkt. Foto: Martin Dirauf
Werner Herold versteht es auch heute noch, bei Handwerkermärkten sein aussterbendes Handwerk - das Spankorbflechten - zu präsentieren. Mit seinen Körben ist er gerne, wie hier beim Mistelfelder Flakkerfest, im Mittelpunkt. Foto: Martin Dirauf

Werner Herold - der letzte Spankorbmacher aus Mistelfeld, wie er sich selbst nennt - feierte 80. Geburtstag. Sein ganzes Leben hat er dem Korbflechten verschrieben. Fast täglich sitzt der rüstige Rentner in seiner Werkstatt und flicht Spankörbe. Gerne zeigt er auch heute noch bei vielen Handwerkermärkten in ganz Oberfranken sein Können.

Herold wurde 1939 als Einzelkind von Maria und Fritz Herold in Mistelfeld geboren. Nach der Schule erlernte er mit 14 Jahren den Beruf des Spankorbmachers. "Die Spankorbmacherei hatte ich schon im Blut", findet der beliebte Mistelfelder. Er arbeitete 19 Jahre lang beim letzten Spankorbmacherbetrieb im Ort, der Firma Heinrich Fischer. Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand war er bei mehreren Korbhändlern in Lichtenfels tätig. Von seinem Handwerk kann er bis heute nicht lassen.

Seit langem ist er der Letzte seiner Zunft. Man hört von ihm aber kein Klagen darüber: "Das ist eben der Wandel der Zeit!", sagt er. "Man gewöhnt sich an vieles. In der einstigen Schuhstadt Burgkunstadt werden ja auch keine Schuhe mehr gemacht."

1967 heirate Herold seine Frau, Hannelore Lypold, ebenfalls eine gebürtige Mistelfelderin. Leider musste er sie bereits 2014 zu Grabe tragen. Sein landwirtschaftliches Anwesen hat er vor Jahren seiner Tochter Sybille übergeben. Zusammen mit ihrem Mann Manfred und Sohn Julian betreiben sie eine gut gehende Landmetzgerei. madi

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