Laden...
Haßfurt

Der Landkreis Haßberge bleibt daheim

Die Polizei lobt die Bürger in den 26 Städten und Gemeinden für ihre Disziplin. Andernorts gab es einige Uneinsichtige.
Artikel drucken Artikel einbetten
Vereinzelte Autofahrer, weniger Fußgänger: Fast menschenleer war die Haßfurter Hauptstraße am Samstag um die Mittagszeit.  Fotos: Klaus Schmitt (3)/René Ruprecht (2)
Vereinzelte Autofahrer, weniger Fußgänger: Fast menschenleer war die Haßfurter Hauptstraße am Samstag um die Mittagszeit. Fotos: Klaus Schmitt (3)/René Ruprecht (2)
+4 Bilder

klaus schmitt Die Bürger im Landkreis Haßberge halten sich offensichtlich an die Ausgangsbeschränkungen, die der Freistaat Bayern in der Nacht zum Samstag in Kraft gesetzt hat. Mit den Vorgaben soll die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.

Laut Polizeiangaben werden in Unterfranken die Regelungen weitgehend beachtet. Das gilt besonders für den Kreis Haßberge, in dem die beiden Inspektionen Haßfurt und Ebern für die Kontrollen und für die Sicherheit zuständig sind.

Im Bereich der Polizei Haßfurt "halten sich die Bürger sehr gut und ordentlich" an die strengen Vorgaben, erklärte Daniel Seeburg, der Leiter der Inspektion, am Wochenende auf Anfrage. Es sei "alles im grünen Bereich", sagte er. Ähnlich ist die Situation im Raum Ebern.

Seit Mitternacht (Nacht zum Samstag) gilt in Bayern die vorläufige Ausgangsbeschränkung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege. Die unterfränkische Polizei ist nach eigenen Angaben mit starken Kräften im Einsatz, um Kontrollen durchzuführen und ihren Beitrag zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus zu leisten.

Seit Freitagnachmittag, als die strengen Vorgaben noch nicht galten, ist es in ganz Unterfranken zu rund 100 Einsätzen mit Bezug zum Coronavirus beziehungsweise der Ausgangsbeschränkung gekommen. Bereits ab Freitagnachmittag hatte die Polizei nach Hinweisen in ganz Unterfranken immer wieder Personengruppen beispielsweise auf Spielplätzen oder Parkplätzen angetroffen und viele Platzverweise ausgesprochen.

Bei Kontrollen in der Nacht zum Samstag mussten bereits die ersten Anzeigen wegen Verstößen gegen die Allgemeinverfügung aufgenommen werden. Insbesondere im Raum Bad Neustadt (Kreis Rhön-Grabfeld) hatten sich junge Menschen im Bereich des Busbahnhofs und von Schulen in Kleingruppen getroffen und damit gegen die Allgemeinverfügung verstoßen.

In der Nacht zum Sonntag waren dann laut Polizei "deutlich weniger Einsätze zu verzeichnen und die Straßen in Unterfranken leer". Insgesamt meldet das Präsidium Unterfranken in Würzburg rund 50 Einsätze. Die Streifen stellten einige wenige Anzeigen. So hatten sich zum Beispiel im Bereich Kitzingen, Aschaffenburg oder auch Schweinfurt in den Abendstunden des Samstags Jugendliche zu privaten Feiern getroffen. Die Personen erwarten nun Anzeigen wegen Verstößen gegen die Allgemeinverfügung. Auch eine uneinsichtige Hochzeitsgesellschaft, die mit 15 Personen in Ochsenfurt eine standesamtliche

Vermählung feierte, muss nun mit einer Anzeige rechnen. In Bad Neustadt hatte der Wirt eines griechischen Gasthauses heimlich Gäste im unbeleuchteten Gastraum mit Bier versorgt. Auch diese Zusammenkunft löste eine Polizeistreife auf.

Die unterfränkische Polizei appelliert an die Vernunft der Bürger: "Bitte, bleiben Sie zu Hause! Reduzieren Sie jetzt Ihre sozialen Kontakte. Es ist zwingend notwendig zum Schutz der Gesundheit aller."

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren