Haßfurt
Jugendgericht (II)

Der Kojak von Haßfurt

Sich einmal fühlen wie der US-Polizist Kojak in der Fernsehserie "Einsatz in Manhattan" wollte am Abend des 13. Juni dieses Jahres ein 19-jähriger Auszubildender aus dem Landkreis Haßberge, als er mit...
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Sich einmal fühlen wie der US-Polizist Kojak in der Fernsehserie "Einsatz in Manhattan" wollte am Abend des 13. Juni dieses Jahres ein 19-jähriger Auszubildender aus dem Landkreis Haßberge, als er mit seinem BMW die Zeiler Straße in Haßfurt befuhr. Auf seinem Beifahrersitz hatte er ein Signalhorn mit dem Ton amerikanischer Polizeifahrzeuge deponiert, das er sich von einem Kumpel geliehen hatte. Er drehte das Fenster herunter und ließ das Signalhorn aufheulen. Dies blieb allerdings auch nicht in der naheliegenden Polizeistation ungehört. Die Beamten wurde darauf aufmerksam und zeigten den Möchtegern-Kojak wegen "Amtsanmaßung" an.

Am Montag musste er deshalb vor dem Jugendrichter am Amtsgericht Haßfurt antreten. Es sei eine "dumme Idee" gewesen, gab er zu. Eine "sinnfreie Aktion" nannte es Vorsitzender Richter Martin Kober. Er einigte sich mit dem Staatsanwalt auf eine Einstellung des Verfahrens. Als Auflage muss der 19-Jährige 100 Euro an den Jugendhilfefonds Haßberge zahlen. msch

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